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Beer like star BrewDog Dogma

  • Typ Obergärig, Scotch Ale
  • Alkohol 7.4% vol.
  • Stammwürze 20.6%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 9-11°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagen 3 Benutzer

Bewertet mit 83% von 100% basierend auf 6 Bewertungen und 3 Rezensionen

#9557

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 6 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Dirk
96% Avatar von bromfiets
92% Avatar von Dirk
85% Avatar von Bierkules
80% Avatar von Felix
76% Avatar von Tobieras
72% Avatar von dreizack

92% DOGmagisch

Avatar von Dirk

Zum Nachdenken und Philosophieren anregen soll dieses Scotch Ale mit Honig. Sehr dogmatisch klingt das jedoch nicht. Typisch BrewDog haben sie natürlich "This beer is not cool!" auf die Flasche geschrieben. Man dünste Coolness aus jeder Marketingpore und nehme dann mit reflexiver Ironie die eigenen Methoden auf die Schippe.

Zum Hopfendienst angetreten sind Saazer und First Gold, an der Malzfront marschieren verschieden dunkle Münchener und Schokoladenmalze (zu deutsch Carafa I und II) auf, insgesamt 10 an der Zahl.

Das schwarzbraune, rotbraun schimmernde Ale duftet weich nach Honig (welch eine Überraschung) und dunklem Kandiszucker, Schokolade und geröstetem Brot sowie Ahornsirup. Schaum sieht man kaum.
Auch beim Trinken bleibt das Dogma ölig und schwer, allerdings mit deutlich mehr Kohlensäure als erwartet. Es schwingt dabei zwischen klebriger Süße, alkoholischer Wärme und bitterer Röstigkeit. Bitterschokolade, Brombeere und Lakritz sowie angebrannte Brotrinde bestimmen die Aromatik.

Wirklich gut gefällt am Dogma, dass es trotz einer abwechslungsreichen, aromatischen Geschichte niemals die Harmonie vergisst. Die Süße ist stets intensiv genug, um Bitterkeit und Alkohol aufzufangen und sanft den Rachen hinab zu geleiten. Solche Ausgeglichenheit trotz heftiger Noten ist nicht allen BrewDogs gegeben.

Fürwahr ein Winterbier, für Abende vor dem Kamin, in denen ich mich dem tiefgründig auszulotenden Conundrum stellen werde: "Wenn ich allein im Wald fünf Dogma trinke und umfalle, verursache ich dann wirklich ein Geräusch?"

Bewertet am

96% Rezension zum BrewDog Dogma

Avatar von bromfiets

Was für ein Tier von Bier dieses Dogma doch ist. Eigentlich wollte ich es nicht kaufen, weil ich mir eine Grenze von 3 Euro pro Craftbier gesetzt hatte, doch dann konnte ich nicht widerstehen. Ein "Scotch Ale", "heather honey infused": allein dieser Beisatz war schon ein Kaufargument. Im passenden Brewdog-Glas wurde dann verkostet. Meine Nase erkannte sogleich den Honig im Glas sowie eine leichte Röstmalzigkeit. Mit dem ersten Schluck folgte dann ein verrücktes malziges Abenteuer. Kein Wunder bei 10 verwendeten Malzen. Auch der Honig ließ sich nicht lange bitten. Vollmundig war es zu gleich, schwer vom Kaffeearoma und dennoch fühlte ich mich geschmacklich nicht überfordert. War das da ein Hauch von Bitterschokolade im Abgang? In jedem Fall ein erstklassiges Bier. Keine Überraschung bei der Mannschaft von BrewDog!

Bewertet am

80% Rezension zum BrewDog Dogma

Avatar von Felix

Das BrewDog Dogma ist ein "heather honey infused Scotch Ale" mit 7,4%ABV und ähnelt farblich einem Stout, wobei es doch leicht durchsichtig bleibt. Die Krone, die es bildet, hat eine interessante, gelbliche Färbung.
Im Geruch liegt sofort ein schwerer Malzkaffee mit Röstnoten und Honig vor. Das Bier scheint sehr süß und malzig zu sein, kann allerdings seine röstige Herbe, die es von anderen Scotch Ales abgrenzt, nicht verstecken.
Im Einstieg ist es sofort sehr süß und ölig auf der Zunge, wird aber nicht überladen. Das Honigaroma ist sehr dominant und verleiht dem Ale eine angenehm klebrige Schwere. Dazukommt viel Malz und eine süße Vanillenote. Eine leichte Röstigkeit setzt einen dezent-herben Schwerpunkt, stört dabei aber die Süße keineswegs.
Der Körper ist verdammt ölig und und kräftig, es prickelt nur sehr beiläufig, nicht mehr als es muss und der Alkohol ist geschmacklich angenehm eingewoben. Er ist zwar durchweg zu schmecken und macht sich gerade im Nachtrunk durch aufsteigende Wärme besonders bemerkbar, für meinen Geschmack aber ist er genau im richtigen Maße dosiert. Scotch Ales dürfen für mich mit ihrem dominanten Malz auch eine leichte Alkoholnote besitzen.
Der Nachtrunk des Ales gibt weit stärkere Röstnoten her, wobei auch diese nicht übertrieben werden, eine vanillige Süße umrundet das Aroma stets und bis zuletzt verbleibt ein Hauch des Honigs. Mit der Röstigkeit kommt hier nun noch eine herb-weiche Lakritznote hervor, die aber noch nicht als wirklich bitter zu beschreiben wäre. Der lange Abgang offenbart erst sehr viel später seine hopfige Bitterkeit, die flächig, aber angenehm zurückbleibt.
Insgesamt empfinde ich das Dogma als ein sehr schönes Exemplar seines Stils. Es hat einen tollen Körper, die Aromen verfügen über eine reiche, schwersüße Fülle. Honig, Vanille, Malz, dahinter weicher Kaffee, vielleicht ein paar Nüsse, und letztlich etwas Lakritz und Hopfenbittere. Der Alkohol ist spürbar, meiner Ansicht nach aber gut eingebunden.
Dennoch hätte das Ale etwas mehr Komplexität zeigen können, zwar ist es stiltypisch, doch hätte es mehr mit unterschiedlichen Aromaaspekten spielen können. Die Süße ist doch mit Abstand das Wesentlichste bei diesem Bier und wird von keinem anderen Aroma auch nur im Ansatz erreicht. Scheinbar wollten BrewDog hier wieder ein besonders "kompromissloses" Bier ganz nach seinem Stil erschaffen, das ist ihnen gelungen. Leider geht Kompromisslosigkeit häufig auf Kosten von Vielseitigkeit. Ich bin erstaunt, dass den beiden Schotten ein dunkles Bier so gut gelungen ist, normalerweise haben mich die Dunklen bei ihnen wenig überzeugt, ihre hellen Biere sind meist weit besser. Nichtsdestotrotz hat man es bei dem Dogma mit einem wunderbaren Scotch Ale zu tun, wie ich es gern trinke.

Bewertet am