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Beer like star BrewDog Clown King

  • Typ American Barley Wine
  • Alkohol 12% vol.
  • Stammwürze 1113 OG, 28.25%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 83% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 4 Rezensionen

#21863

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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83%
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Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
100% Avatar von Reini Dandy Rebelz
100% Avatar von Bastus
87% Avatar von Tobieras
70% Avatar von Felix
60% Avatar von Hobbytester

60% Brauhunde, die bellen, beißen auch.

Avatar von Hobbytester

Lange hat es mich nicht mehr zu BrewDog hingezogen, dessen Biere zum kleinen Einmaleins des hippen Craftbeerfanatikers zählen. Als Prinzipienreiter will ich nicht gelten, also her mit dem Barley Wine, ich lasse ihn zu. Schon der erste Geruch bellt, er ist sehr heftig malzig und alkoholisch. Candynoten prägen den Antrunk, ich fühle mich an das EKU 28 erinnert. Hier geht es von Anfang an recht schnapsig zu.
Im Abgang ist lobend zu erwähnen, dass die kräftig würzige Malznote des ersten Eindrucks beibehalten wird und eine mindestens genauso kräftige Hopfennote bitter hinterhergeschickt wird und sich in den Geschmacksempfindungen festbeißt. Deshalb muss man feststellen, dass das Bier bei allen Extremen ganz anständig komponiert ist. Dennoch werde ich nicht so richtig mit ihm warm. Trotz der Tatsache, dass kräftige Röstung auf ein hopfig bitteres Pale-Ale-Finish trifft, halte ich dieses vollmundige Ale für sehr schwierig zu trinken, diesen Preis bezahlt man wohl bei einem „12% ABV freak of nature“ wie es auf gewollt punkige Art und Weise in der Selbstcharakterisierung heißt. Die süße Überpräsenz des Alkohols macht mir einfach sehr zu schaffen. Geschmeidigkeit ist diesem Sud ein Fremdwort. Rotbraune Farbe liegt vor, Schaum gibt es nicht. Das Bier ist nicht süffig. Enorme Säure, Würze und enorme Bitterkeit sind gut aufeinander abgestimmt. Es gibt recht viel Kohlensäure.

Fazit: Auch mit diesem Barley Wine gelingt in meinen Augen kein Spitzenprodukt, sondern eher ein solide komponiertes, das definitiv mehr Angst macht als das geniale Old Foghorn der Anchor Brewery, dessen persönlich empfundene Vorherrschaft nicht im Traum hierdurch erschüttert wird, Punkattitüde hin oder her. Der Straßenhund kläfft, beißt und guckt böse, selten habe ich mich bei einer Rezension so oft verschrieben, woran das wohl liegt?

Bewertet am

70% Rezension zum BrewDog Clown King

Avatar von Felix

Dick gluckert das rote Bier ins Glas, rot wie die künstlichen Süßkirschen auf Schwarzwälder Torten. Das Bier zeigt keinerlei Bewegung, es schlummert fast schon bedrohlich ohne jegliche Karbonation.

Der Geruch ist mehr als fett. Tiefe Süße und zuckriger Alkohol, der an die Erdbeermarmeladennote von manchem Bock erinnert. Ja, Marmelade ist das eindeutig, dazu Bienenwachs, Malz und Früchtekompott mit gehörig Schuss. Es schwingt die säuerliche Würze von Pflaumenmuß nach, durchaus auch mit fein-holzigen Aspekten, ein deftiges Ofengericht mit warmen Preiselbeeren wäre das richtige, um dieses Bier zu begleiten.

Im Mund ist das Bier nach wie vor zuckersüß und sehr fruchtig-alkoholisch. Es kommt keine Schärfe auf, doch das Preiselbeeraroma setzt sich weiter durch, klebrig, ölig, kohlensäurearm. Ganz toll finde ich die wirklich nur hauchzarte Nuancierung mit Säure und Herbe, welche die äußersten Zungenränder auf unbeschreiblich angenehme Art und Weise kontrahieren lassen. Ein toller Gegenpol zu der mächtigen Süße, wenn auch zwischen beidem keine rechte Brücke entsteht.

Der Körper ist natürlich den Volumenprozenten entsprechend schwer, aber trotz diesem Gewicht ist das Bier noch von einer guten Trinkbarkeit, es liegt nicht unbeweglich im Magen. Das Mundgefühl aber ist von sehr schöner Cremigkeit. Die Kohlensäure fehlt ihm allerdings wirklich ein bisschen. So ist das Bier zwar in Ordnung, aber doch auch irgendwie eindimensional.

Der Abgang ist zartsäuerlich mit Idee von Zitrone und von alkoholischer Süße durchdrungen. Ich habe mit deutlich mehr Bitterkeit gerechnet, die ich so nur am Rande unter den Schichten der Süße erkennen kann. So endet das Bier eigentlich wie es anfing. Es gibt keine nennenswerten Veränderungen im Trinkverlauf. Dementsprechend wenig eigenständig ist der Nachtrunk und das ganze Bier erscheint plötzlich charakterschwächer.

Also der Clown King ist ein netter Geselle, der aber eigentlich nicht wirklich besonders aus dem Rahmen steigt. Ich verstehe schon, weshalb man ihn mag, finde ihn aber in seiner Erscheinungsform doch zu einseitig. Da habe ich schon ganz andere Barley Wines getrunken, die deutlich mehr mit Bitterkeit und Süße, mit Gewicht und Trinkbarkeit hantiert haben. Dieser hier ruht sich eher auf seinen 12%ABV aus, wofür es erschreckend leicht zu trinken ist.
Natürlich ist das Aroma schön und das ganze Trinkgefühl lässt sich als angenehm beschreiben. Die Süße treibt den Speichel in die Wangen, das ist umschmeichelnd und angenehm. Das ist aber auch das mindeste, was ich von einem guten Starkbier erwarte. Von Entwicklung lässt sich eigentlich nicht sprechen, aus der alkoholischen Frucht kommt dieser Sud nicht heraus. Die Aromatik ist absolut konstant. Der Alkohol brennt und sticht nicht, was ich schön finde, aber er leistet nun auch nichts Übermäßiges. Er trägt die Aromatik kaum voran, sondern hemmt sie eher. Die mangelnde Kohlensäure unterstützt leider dieses Bild der Fadheit.
Ich tue mich schon ein bisschen schwer, dieses Bier so zu bewerten, wie mir gerade danach ist, weil ich schon viele BrewDogs schlecht bewertet habe, die andere sehr gut fanden, und weil meine Meinung zu BrewDog auch nicht unbedingt ein Geheimnis darstellt. Ich will aber dazu sagen, dass ich mich auf dieses Bier gefreut habe, weil ich gerade davon eigentlich wirklich mehr erwartet habe. Es gibt auch Perlen in der BrewDog-Reihe und ich hatte erwartet, dass dieses hier dazu gehört.
Ich will aber auch ehrlich bleiben: Ich finde das Bier lecker, aber nicht bemerkenswert in seiner Konzeption, sondern eher tendenziell mittelmäßig für ein Bier seines Stils. Natürlich ist es irgendwie ganz weich und auch lecker, aber es bietet kaum Spiel oder Bewegung oder Fundament, es erscheint ziellos und spannungsfrei und könnte weit mehr aus sich machen. Es arbeitet gar nicht mit den verschiedenen Möglichkeiten des Barley Wine wie zum Beispiel der Divergenz von Süße und Bitterkeit. Die Basis dafür ist doch aber klar gegeben.
So ist es nur ein Starkbier wie viele andere auch: Auf den ersten Blick eindrucksvoll, auf den zweiten echt lecker, auf den dritten eindimensional.

Bewertet am

100% Dieser Clown ist definitiv der King !!!

Avatar von Bastus

Ein Bier dass einen das Grinsen ins Gesicht pfeffert. Übelst malzig, fruchtig mit ordentlich Hopfenpower. Es schmeckt nach dunklen Beeren,Pflaumen mit karamelligen und holzigen Noten die einen nicht gleich erschlagen sondern eher die Zunge elegant umschmeicheln und für ein ``AHA´´- Erlebnis sorgen.Für so ein geiles Zeug gebe ich gerne ma 8 Euro aus. BrewDog ist wieder mal was Feines gelungen.
Wen dieser Clown nicht amüsiert hat keinen Humor ! Probieren !!!!!

Bewertet am

100% Ein Klatsche auf die Zunge

Avatar von Reini Dandy Rebelz

Nach einem "Fake Lager" schreite ich zum 2. Bier des Abends.
Ich wusste, dass ich mit einem US Style Barley Wine etwas heftiges am Start hatte.
Das Bier wirkte im Glas tief rötlich mit einer feinen Schaumkrone.
Die Nase roch nach einem kräftigem Pflaumengeschmack.
Der Einstieg entsprach der Nase, der erste Schluck entfaltete den Pflaumengeschmack auf der Zunge.
Der Körper wirkte kräftig und die Hopfen Klatsche setzte sich sofort in Bewegung.
Beim dritten Schluck kam der Whisky und Salzige Geschmack im Abgang hervor.
Für das Glas benötigte ich gut eine Stunde, von 8° aus dem Kühlschrank hatte das Bier genug Zeit sich zu entfalten während dem Abend.
Das Bier ist nicht gerade Preiswert, aber Geschmackliche Abenteuer ist es Wert.
In Deutschland bei 8€, hier in der Schweiz für 8.50CHF zu haben.

Bewertet am