Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star Braumanufaktur Maibock

  • Typ Untergärig, Bock
  • Alkohol
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier ja
  • Hefetrüb
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 58% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#3188

Probier mal

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
C
D
E
58%
F
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
60% Avatar von Felix
56% Avatar von JimiDo

56% Rezension zum Braumanufaktur Maibock

Avatar von JimiDo

Goldfarben, etwas trüb und mit kompakten, sehr stabilen Schaum liegt dieser Bio Maibock im Glas. Im Antrunk ziemlich süß mit guten Malzaromen. Zu der Honignote gesellt sich später auch etwas Hopfen. Mir wäre etwas weniger süß und eine Spur mehr Hopfen lieber. Im leicht wässrigen Nachtrunk behält die aufdringliche Süße die Oberhand. Die 6,5 % Alkohol sind kaum zu schmecken. Sehr süffig ist es durch die Süße für mich nicht. Katergefahr!

Bewertet am

60% Rezension zum Braumanufaktur Maibock

Avatar von Felix

Der Bio-Maibock aus Potsdam ist ziemlich hellgold, unfiltriert mit offenbar reger Kohlensäure und baut eine wunderbar cremige Blume aus.

Der Geruch ist vornehmlich würzig mit Ideen von Alkohol und Hopfen. Kernige Getreidenoten paaren sich mit einer blumig-alkoholischen Fruchtigkeit, die sehr lieblich erscheint. Das Bier vermittelt einen milden, aber bestimmten Eindruck und zeigt aromatische Hopfenideen, die zwischen Orange und Flieder stehen.

Im Mund hat das Bier eine sehr unerwartet kräftige Blumigkeit. Das Fliederige steigert sich kolossal und das Bier prägt nektarhafte Noten aus, die an hellen Ahornsirup und an Veilchenblüten denken lassen. Trotzdem schwingt eine Alkoholnote mit und etwas gummihafte Bitterkeit wird abgegeben.

Der Körper ist unerwartet dünn. Dafür, dass hier eine klare Alkoholkontur zu erschmecken ist, kann er kaum Fülle aufbringen. In Anbetracht der blumigen Aromatik ist das vielleicht auch gar nicht sein Ziel gewesen, dennoch erscheint mir hier eine Lücke zu entstehen, die geschlossen werden will. Die Textur dagegen ist trotz des sehr schmalen Gewichtes schön cremig. Das Bier prägt ein samtiges Mundgefühl aus, das dem Gaumen schmeichelt, ist äußerst süffig und, nachdem man sich darauf eingestellt hat, gefällt mir diese Wendung eigentlich von Schluck zu Schluck besser.

Der Abgang ist nur zartbitter und hat eine interessante Minz-Kopfnote, die den Alkohol kräuterig beeinflusst. Kühle, hopfige Aromen und Blumigkeit sind auch hier an der Tagesordnung. Der Sud ist niemals aufdringlich, leider aber gerade im Abgang durch Alkohol, Malzsüße und Getreidewürze zu stark gestört.

Der Braumanufaktur Maibock ist ein zuerst freundlicher, später enttäuschender, doch zuletzt eigentlich zufriedenstellender Bock.
Dieses Bier ist kein Geniestreich und doch möchte ich meinen, verlangt er einem Geduld und Aufmerksamkeit ab, denn man sollte es sich nicht so einfach machen und nach einem Schluck urteilen.
Das Bier ist ziemlich leicht und wirkt sofort schal und dünn. Diese Leichtigkeit ist aber zugleich auch sein Vorteil. Blumige Lieblichkeit wird hier cremig und zart dargestellt und benötigt keinerlei Gewicht.
Ich mag grundsätzlich diese blumigen, weichen, teils buttrigen, teil zitralen Noten heller Bockbiere, und dieses Exemplar zeichnet sich durch ganz besondere Zartheit aus. Sicherlich, nicht an allen Stellen sitzt hier auch wirklich alles, doch den Ansatz finde ich toll und die Umsetzung durchaus gelungen.
Es handelt sich hierbei auch nicht unbedingt um ein Bier, das durch eine analytische Verkostung erfasst werden kann. Es entzieht sich in gewisser Weise und gewinnt deutlich beim Genuss unter freiem Himmel oder zum Essen.
Die Aromatik erstreckt sich von zart-zitral und fliederig über tiefsüß-blumig und sirupig bis hin ins kühlend Minzige. Die Bewegung ist leider der Schwachpunkt des Bieres. Sie ist noch nicht durchgehend organisch. Die Sprünge vom Kernigen, Würzigen ins sehr Süße sind meiner Ansicht nach noch ausbaufähig. Und auch der immer mitschwingende Alkohol hätte durchaus besser eingebunden sein können. Er nimmt dem Bier die Leichtigkeit, die es eigentlich anzustreben scheint.
Letztlich also ein Sud mit toller Tendenz. Ein Bier, das ich gut leiden mag und das mich aber doch noch nicht ganz zufriedenstellt. Aus diesem Ansatz kann ganz viel gemacht werden und vieles davon wird bereits merklich angepeilt. Weiter so!

Bewertet am