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Beer like star BrauKunstKeller Laguna IPA

  • Typ Obergärig, American IPA
  • Alkohol 6.6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 16 Benutzer

Bewertet mit 87% von 100% basierend auf 22 Bewertungen und 14 Rezensionen

Dieses Bier wurde mit folgenden Tags versehen:

  • Bier des Monats 01/2013
  • CaraMünch-Malz
  • Cascade-Hopfen
  • Centennial-Hopfen
  • Chinook-Hopfen
  • Münchner-Malz
  • Pale-Ale-Malz
  • Pilsner-Malz
    #9101

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    Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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    87%
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    Bewertungsdetails
    Basierend auf 22 Bewertungen
    Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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    Bewertungsdetails
    Basierend auf 2 Bewertungen von Florian und Robert
    100% Avatar von Knusper
    100% Avatar von Bier-Klaus
    100% Avatar von terramedia
    94% Avatar von Robert
    94% Avatar von Tobieras
    92% Avatar von mysland
    90% Avatar von Florian
    89% Avatar von WeinArte
    89% Avatar von Daniel McSherman
    89% Avatar von Peter E.
    89% Avatar von gerdez
    88% Avatar von Schluckspecht
    88% Avatar von Crafter
    86% Avatar von madscientist79
    86% Avatar von Joerg.S_76
    85% Avatar von Bierkules
    85% Avatar von Felix
    83% Avatar von Beerkeeper
    78% Avatar von Weinnase
    75% Avatar von pvitt
    67% Avatar von ren1529
    58% Avatar von Hobbytester

    92% Redaktionsbewertung

    Avatar von der Redaktion

    „Lagunitas” ist eine der vielen, erfolgreichen Craft Breweries im US-Bundestaat Kalifornien. Ihr Flaggschiff, das Laguna IPA ist sogar das meistverkaufte IPA in eben jenem Staat. Grund für diesen Erfolg ist vielleicht die extrem gute Balance zwischen Hopfen- und Malznoten, die für eine hohe Trinkbarkeit sorgt.

    Doch ach und weh, abseits kleiner Spezialitätenläden, deren Besitzer sich persönlich um die Biere bemühen, sind die Produkte von „Lagunitas” in deutschen Landen (momentan) nicht erhältlich. Was tun, was tun?

    Zum Glück gibt es Bierenthusiasten wie Alexander Himburg vom „BrauKunstKeller”, die sich einfach sagen: „Wenn es das hier nicht gibt, müssen wir es eben selbst machen!”

    Gesagt, getan! Begutachten wir also den odenwald’schen Versuch, kalifornische Ausgeglichenheit in die deutschsprachige Bierwelt zu bringen:

    Die Farbe rangiert irgendwo zwischen Orange, Rot und Braun, auch der Schaum krönt mit leichter Bräune das Gebräu.
    Geruchlich fällt sofort die brotige Malznote samt kräftiger Grundsüße auf. Gemeinsam mit den anklingenden Fruchtnoten findet man sich irgendwo zwischen Honigtoast und Marmeladenschnitte wieder. Diese runde, sirupartige Süße vor getreidigem Hintergrund bestimmt auch den Einstieg, welcher für ein IPA nach amerikanischem Vorbild erstaunlich wenig vom Hopfen dominiert wird, sondern die Malznoten die Geschmacksvielfalt bilden lässt.
    Tastet man nun mit der Zunge durch das Laguna IPA kommt man nicht umhin zuzugeben: „Mission erfolgreich!” Der Körper dieses Bieres bezieht seinen Reiz aus genau jener ausgeglichenen Mischung aus Hopfen- und Malzaromen, die Zielsetzung war. Zwar ist er fast ein wenig zu malzig-breit geraten, dennoch überzeugt die Fülle auf ganzer Linie.
    Der Abgang wird von intensiver werdender Röstigkeit eingeläutet, begleitet von der stets präsenten Malzsüße. Dann schneidet sich die Bitterkeit einen schmalen Pfad durch die Malzmauer und schleift einige Fruchtnoten hinter sich her. Wie ein Frühstück mit gezuckerter Pampelmuse und Honigtoast…

    Auch wenn das Laguna IPA von einem anderen Bier inspiriert ist – es ist auch in sich selbst ein legitimes Braukunststück, und wenn es mehr davon gäbe, würden wir vielleicht auch nicht so gierig über den großen Teich blicken.

    Bewertet am

    83% Gerne wieder

    Avatar von Beerkeeper

    Braukunstkeller Laguna 6,1% / 68 IBU gehopft mit Cascade, Centennial & Chinook.

    Typisches Etikett für die Brauerei, meiner Meinung nach qualitätsaussagend.
    Im Glas trübe Bernsteinfarbe mit eher wenig standhaftem Schaum. Beim Einschenken schon fruchtig grasige Aromen in der Nase Richtung Citrus / Mandarine. Recht starke IPA typisch, aber angenehme Bitternis gepaart mit leichter Süße & einem Hauch Karamell Malz Geschmack im Abgang. Ohne Mangelerscheinungen & sehr ausbalanciert. Definitiv hoher Maßstab & sehr gut gelungen was deutsche IPA angeht. Empfehlenswert!

    Bewertet am

    89% Rezension zum BrauKunstKeller Laguna IPA

    Avatar von Daniel McSherman

    Farbe: orange-braun mit einigen Schwebstoffen und hellem Schaum.
    Aroma: süßlich - malzig, leicht fruchtig und Zirben
    Geschmack: anfangs dominiert der süße Malzkörper, dann treten die bitteren und fuchtigen Hopfennoten in den Vordergrund. Beides harmoniert perfekt! Langer bitterer Abgang.
    Empfehlung!

    Bewertet am

    88% California Dreaming

    Avatar von Schluckspecht

    Nach dem ich es erst kürzlich vom Fass genießen durfte und schlichtweg begeistert war, erfolgt nun der sachliche Test. Vor mir steht das Laguna IPA von BrauKunstKeller mit nun 6,1 % ABV und 16° Plato. Wiener-, Münchener- und Karamellmalze kommen zum Einsatz sowie die drei kalifornischen Hopfen Chinook, Cascade und Centennial. Ein malziger, herb-trockener Geschmack nach Grapefruit wird versprochen. Stolze 68 IBU deuten bereits an, wohin die Reise geht. Die empfohlene Trinktemperatur von 8-10° C dürfte ich gut getroffen haben.

    Im Glas zeigt sich das IPA wie eine Mischung aus Bernstein und Rot - das hat etwas Verführerisches. Dazu gibt es Ale-typischen lockeren, beigefarbenen Schaum, der sich zart auf dem Bier aufbaut. Es duftet kräuterig-würzig und grapefruitig-herb - hier etwas Grüntee-Extrakt, da etwas Bergamotte und Grapefruit - gelungen! Ich liebe IPA, die nicht wie Fruchtmatsch riechen, sondern Charakter bewahren.

    Süffig und frisch, dennoch recht trocken und herb steigt das Laguna IPA ein. Der Körper wird dann völlig von grasig-würzigen Bitternoten bestimmt. Leichte Noten von Karamell und Erdnuss kommen auf, die mich leicht irritieren - irgendwie gerät die Fruchtigkeit hier etwas ins Hintertreffen. Im langen Abgang bleibt es natürlich bei der vorliegenden Bitternote. So erinnert es mich stark an (natürlich ungesüßten) Earl Grey oder Grüntee - beides sind Teesorten, die ich besonders mag.

    Ich mag es daher, wie herb und charakterstark das Laguna IPA auftritt. Vom Fass jedoch erschien es mir eine ordentliche Spur fruchtiger. Hier bleibt bis auf Bergamotte (und dezenter Bitterorange) kaum etwas übrig, im Abgang kommt dann auch erst die Grapefruit durch. Dennoch erscheint das Laguna IPA durchaus lecker und würzigen Hopfennoten bin ich immer sehr aufgeschlossen gegenüber - die mag ich sogar lieber als überzeichnete Fruchtsüße von noch so toll klingenden und schmeckenden Exotenfrüchten. Im Gegensatz zur Fassvariante fehlen mir hier jedoch deutlichere Fruchtakzente, um den grasig-herben Abgang in ein runderes, überzeugenderes Bild zu rücken. Dank des interessanten Malzfundaments erscheint es dennoch ausbalanciert. Am Ende verweilt dann das Gefühl, gerade auf eine frische Hopfendolde zu beißen. Es kribbelt, es fasziniert.

    Wenn es nach der sehr überzeugenden Fassvariante gehen würde, stünden bei mir nun mindestens 95 % in der Bewertung. Es ist aber vielleicht etwas vermessen, hier nun von einer Enttäuschung zu sprechen - denn mir gefällt das Laguna IPA auch so und ich würde es natürlich erneut kaufen. Vielleicht habe ich einen Ausreißer erwischt...

    Bewertet am

    89% Tea P A vom Feinsten. Braukunstkeller bleibt top

    Avatar von Peter E.

    Ich mag Earl Grey Tee, daher finde ich die Nase, den Duft bezaubernd. Hopfen trifft auf Bergamotte. Ein hervorragendes IPA aus Deutschland, wobei die Hopfennote eher in eine komplexe Hopfenvielfalt mündet und nicht in die eher eindimensionalen Fruchtnuancen, wie es derzeit oft zu schmecken ist.

    Dezenter Weingummi, Malz, Karamell und eine grasige Hopfigkeit. Ausgewogene Bittere und somit auch gut trinkbar als anspruchsvoller Durstlöscher. Ein ideales Einsteiger-IPA und dennoch komplex genug für Fortgeschrittene. Eine herausragende Alternative, wenn man als India Pale Ale Liebhaber genug von den stets wiederkehrenden Fruchtaromen a la Grapefruit, Pfirsich, Zitrus und Melone hat.

    Und dann wäre dann ja noch diese elegeante Earl Grey Note. Ich mags. Sehr.

    Bewertet am

    88% Klasse

    Avatar von Crafter

    Was dieses Bier hat: tolle dunkle rotbraune Farbe, starke Bitterkeit, sehr viel Frucht
    Was es nicht hat: Öligkeit und aufdringliche Aromen und das ist gut so
    Grundsätzlich trifft die Beschreibung auf der Flasche es recht gut, ohne es jetzt aufzuführen.
    Unbedingt probieren würde ich sagen.
    Braukunstkeller ist für mich als IPA Liebhaber aktuell ein Garant für sehr gute Biere.

    Bewertet am

    100% Rezension zum BrauKunstKeller Laguna IPA

    Avatar von Bier-Klaus

    Farbe hellbraun. Schaum gemsichtporig nicht stabil. Geruch nach Mandarine, Honigmelone und Hopfen, der aber sehr schnell verfliegt. Antrunk bitter vollmundig und stark rezent. Der extreme Hopfen prickelt am Gaumen, insgesamt ergibt sich ein sehr harmonisches Mundgefühl. Im Nachtrunk kommen süßliche Karamell-Noten zum Vorschein, die sich aber auch schnell verflüchtigen wie der Geruch, so dass man schnell den nächsten Schluck machen möchte. Dagegen haften die Hopfennoten sehr lange am Gaumen, die man bis zum Schluß auskosten möchte, so dass ich mier erst nach mehrmaligem "leer" Schlucken den nächsten Trunk gönne. Einfach hervorragend.

    Bewertet am

    100% Das Laguna IPA aus dem BrauKunstKeller

    Avatar von Knusper

    Inspiriert vom Lagunitas IPA aus Kalifornien holt man US-Braukunst in den Odenwald. Genauer gesagt geht heute das Laguna IPA aus dem BrauKunstKeller an den Start. Dass ich ein verdammt großer Fan der Kuckucksbrau-Kreationen aus Michelstadt bin, lässt sich im Blog-Eintrag zum Amarsi IPA nachlesen. Somit sind meine Erwartungen an das Laguna auch ziemlich hoch. Zum Design muss man eigentlich gar nicht mehr viel sagen: schlicht, alle nötigen Infos, schwarz-weiß, edel und zeitgemäß. Gefällt mir sehr gut.

    Im Glas trifft ein weiß-beiger, cremiger Schaum auf blutorangenes bis rötliches Bier. Ein schöner, leicht trüber Anblick. Der Geruch bietet Malz- und Citrusfrucht-Nuancen in gleichem Maße und legt zusätzlich noch eine kleine Portion Karamell drauf. Duftet fantastisch.

    Auch geschmacklich kann ich vorwegnehmen, dass mich das Laguna IPA in seinem Gesamtpaket, genau wie das Amarsi, komplett überzeugt hat. Im Antrunk kommt zunächst ein nicht allzu schwerer, dunkler Malzkörper sowie ein Hauch Kiefernnadeln zum Tragen. Dazu gesellt sich eine angenehme Rezenz durch einen etwas leichteren Kohlensäure-Gehalt. Es baut sich zunächst weiter das volle Malzaroma auf, um direkt danach und mit voller Wucht von Grapefruit und Blutorangen abgelöst zu werden. Es ist ein super-harmonisches Zusammenspiel von Hopfen und Malz, das durch seine Balance zu beeindrucken weiß. Im Abgang bleibt der bittersüße Nachgeschmack der Blutorange gepaart mit fruchtig-herber Adstringenz. Ich bin stark von der Ausgewogenheit angetan und finde, dass meine hohen Erwartungen mehr als erfüllt wurden.

    SauLeckeresLaguna. Danke BrauKunstKeller. Prost!

    Bewertet am

    58% Das beste Bier von denen...

    Avatar von Hobbytester

    ...,die nicht auf meiner Empfehlungsliste landen. Das Bier riecht nach schwarzem Tee, malzig, hopfig und fruchtig, Blutorangen- und Grapefruitnoten prägen den sauren Einstieg. Der Abgang ist sehr bitter, der erste Schluck lässt mich das Gesicht verziehen. Wenn man das Amarsi mag, hat man erst einmal zu knabbern. Interessanterweise wird das Bier aber verträglicher, je mehr Schlücke man nimmt. Dann erkennt man, dass die enorme Bitterkeit, die nicht nach meinem Geschmack ist, ein fruchtiges Fundament hat. Die Malzimpulse lassen sich im Endeffekt vom Hopfen auch nicht gänzlich unterkriegen. Der Körper ist bewusst und facettenreich komponiert, das merkt man Aromenreichtum des Einstiegs. Dennoch finde ich, dass er dieser überpräsenten Bitterkeit zu sehr das Feld überlässt. Ich würde ihn deshalb zwar noch nicht als unbalanciert bezeichnen, geschmacklich kann ich mit ihm aber nicht viel anfangen, das ist aber mehr eine individuelle Frage. Man hat wirklich den Eindruck, in eine Schüssel Hopfenpellets zu greifen und sie wie gesalzene Erdnüsse nacheinander zu verdrücken. Mir gefällt das Bier aber besser als das Sierra Nevada Torpedo IPA, auch wenn es schon in dessen Richtung geht, da ich seine Bitterkeit aromatischer und erfrischender finde. Außerdem kommt das röstige Malzaroma im Nachgeschmack zunehmend deutlicher hervor. Das Bier ist rötlich orange und verfügt über länger bleibenden Schaum. Süffig ist dieser bittre Stoff nur bedingt. Es ist genug Kohlensäure vorhanden.

    Fazit: Das Laguna IPA stellt mich vor eine grundsätzliche Frage: Will ich meinen individuellen Geschmack bei der Bewertung mit neutralen, objektiven Befunden zusammen der Bewertung zugrundelegen oder darf ich nur auf Letztes zurückgreifen. Schwierig ist die Antwort bei genauerem Nachdenken eigentlich gar nicht. Ich betreibe hier ein Hobby und will gar nicht in das wissenschaftliche Korsett eines ausgebildeten Biersommeliers gepresst sein. Deshalb bewerte ich die Komposition sehr dialektisch: Note 1 für die Komposition, Note 3 für die viel zu rigorose Bitterkeit, die das Bier einfach in nahezu allen Facetten erfasst.

    Bewertet am

    86% Tolles IPA mit komplexen Noten

    Avatar von Joerg.S_76

    Der Duft des Biers ist für ein IPA fast schon dezent, die Farbe dunkel aber etwas diffus. Toll finde ich, dass sich bei jedem Schluck unterschiedliche Note schmecken lassen. Die fruchtigen Noten waren mir anfangs zu dezent, die Bitterkeit zu stark im Vordergrund. Das änderte sich aber. Die bitteren Noten traten zurück und ich konnte dann auch die malzigen Noten schmecken. Wie gesagt changierte der Geschmack immer wieder, was bei Bieren doch äußerst selten ist. Deshalb blieb jeder Schluck spannend. Am Ende zeigte sich eine gute Süffigkeit.
    Aufgrund der Komplexität des Bieres spreche ich eine klare Empfehlung für das Laguna IPA aus.

    Bewertet am

    78% Version mit 6,2% vol, 17°P und 74 IBU

    Avatar von Weinnase

    wunderschön leuchtendes dunkles Bernstein; die Schaumkrone nicht sehr lange beständig;
    sehr interessante Nase mit Citrusaromen, Karamel, Malz, tolle Fruchtfülle mit süßem Touch;
    frischer Ansatz, vollmundig, schöner Schmelz, aber dann betont bitter (mir persönlich schon zu heftig), die Malzaromen werden darunter versteckt; die Bitterkeit ist lange anhaltend.

    Bewertet am

    85% Rezension zum BrauKunstKeller Laguna IPA

    Avatar von Felix

    Ich verkoste die neueste Version des Laguna IPA vom BKK mit 6,1%ABV, 16GRAD Plato und 74IBU.

    Dieser Sud des IPA-Künstlers trägt ganz deutlich seine Handschrift.
    Schon optisch zeigt es sich enorm dunkel, rötlich-braun, eine eierschalenfarbene, verhaltene Blume.

    Der Duft entströmt dem Bier schon aus weiter Entfernung. Das Laguna riecht intensiv nach reifen Früchten und vereint einerseits die amerikanischen Noten tropischer Fruchtsorten, ist aber andererseits auch dunkelbeerig. Alles wird dicht ummantelt von einer karamelligen Süße, die die BKK-IPAs ganz besonders auszeichnen und einzigartig machen. Mit viel Restsüße wird hier ein mit Karamell überzogener Obstsalat präsentiert, der aus Honigmelone, Mandarine, Brombeere und Passionsfrucht besteht, um nur die dominantesten Noten als Auszüge vorzustellen.
    Herzstück des Lagunaaromas ist die ihm eigene Note von schwarzem Tee mit ihrer enorm würzigen Bittere, die den Charakter des IPAs formt.

    Auch im Geschmack führt es diese Linie fort. Im Fundament liegen in Honig und Karamell eingelegte Früchte verschiedenster Art, die starke Restsüße trifft auf die (erwähnenswert starke!) Bittere wie der Atlantik gegen steile Küsten. So entsteht durchaus ein lebendiges Geflecht und der aromatische Kontrast wirkt farbig und aufbrausend und wie ein Schlagabtausch. Schon hier ist die Bitterkeit sehr präsent und zeigt sich sowohl grün-hopfig und frisch, wie auch düster-kratzig und etwas rauchig nach dem Teein/Coffein. Trotzdem bewahrt sich das Bier aromatische Saftigkeit, die sich erstaunlich gut mit Süße und Bittere versteht.
    Ein toller Einstieg, der extrem, aber trotzdem ausgeglichen ist. Die Charakteristik des Bieres wird sofort deutlich und wandelt sich progressiv.

    Der Körper überzeugt mit einer tollen Rezenz, die ganz fein die Zungenränder zu allen Seiten bearbeitet. Die mit ihr einhergehende Säure ist überhaupt nicht aufdringlich, ja, fällt eigentlich erst bei direkter Beobachtung auf. Sie ist zwar feinprickelig, aber leider nur bedingt langlebig. Obwohl das Bier keineswegs schwer ist, hat die enorme Bittere eine belegende, betäubende Wirkung auf den Mundinnenraum. Die Sudtextur ist etwas dichter und malziger als bei den meisten anderen IPAs, aber noch nicht besonders hervorhebenswert schwer.
    Eine schöne Ausgewogenheit herrscht hier vor, die nach IPA-Kriterien wunderbar gelungen und trotzdem eigen und besonders ist und vor allem dadurch auffällt, dass sie eigentlich nicht auffällig ist. Wenn das nicht harmonisch ist...

    Der Abgang vollbringt es wirklich sich in einer Linie nachvollziehbar vom Einstieg her zu entwickeln. Dominierend ist hier definitiv wieder die starke, etwas raue Bittere der Schwarzteenote, die sich aber so sehr mit dem Hopfen vermengt hat, dass sie gar nicht unbedingt eigenständig ist, sondern vielleicht nur eine Trübung oder Verfärbung der Hopfenbittere darstellt. Ich habe das Bild einer geschwärzten Hopfendolde vor dem inneren Auge.
    Wie dem auch sei, sie ist enorm stark und verleiht dem Bier rauchige, kantige Noten, die aber in ihrer Entwicklung absolut stringent hergeleitet sind. Toll ist auch, dass die Bitterkeit extrem ist, der Abgang in seiner ordentlichen Länge aber nicht davon plattgedrückt wird. Die Aromatik verbleibt, die Bittere verkleinert sich relativ zügig.

    Das Laguna vom BrauKunstKeller ist vielleicht das Herzstück, der Charaktersud von Herrn Himburg. Die Stilinterpretation des IPAs mit so viel Restsüße, starker Karamelligkeit und trotzdem enormer, aber farblich veränderter Bittere, gefällt mir wunderbar und ist bereits eines Lobes wert.
    Ganz besonders schön ist an diesem Bier aber auch die Charakteristik. Es ist definitiv kein 08/15-Ale, überrascht war ich von der Schwarzteenote, die sich in der Tat von vorn bis ganz hinten durch das Bier zieht und sowohl duft- bzw. geschmacksaromatisch wie auch in der Bittere den Ton angibt und so das gesamte Bier umgestaltet. Die starken Kontrastreflexe, die einander mit einem lauten Knall anstoßen, sich gegenseitig überlagern und doch immer im Wandel sind, lassen dem Bier stets seine bunte Lebendigkeit. Es ist ziemlich Bitter, gleichzeitig aber auch speicheltreibend süß, dazu enorm fruchtig, saftig und leicht säuerlich auf einmal, und all dies kommt zu jeder Zeit auf verschiedenen Ebenen zur Geltung, man kann als Genießer praktisch selbst entscheiden, was man gerade schmecken möchte, darauf konzentriert man sich dann eben. Eine wahnsinnige Konstruktion, mit der hier aufgewartet wird.
    Obwohl mich bislang vieles an diesem Bier sehr begeistert, möchte ich aber auch etwas negative Kritik üben. Mir ist der Körper trotz seiner phänomenalen Rezenz noch eine Spur zu leicht. Die Süße des Geruches verweist auf noch mehr Dichte, die das Bier - obwohl es ja bereits fülliger ist, als es sein müsste - dennoch nicht auftreiben kann. Vielleicht ist es auch die Säure, die an dieser Stelle dann irritiert und doch einen Hauch zu ablenkend wirkt. Auch bei der Bittere fällt mir eine Kleinigkeit auf: Während sie aromatisch wirklich genial ist, setzt sie zu früh ein und dominiert den Einstieg. Das ist grundsätzlich vielleicht noch kein Problem, aber an dieser Stelle hätte noch mehr aus der Süße gemacht werden können, sodass die Entwicklung sich effizienter lohnt.
    Insgesamt fällt mein Urteil aber natürlich sehr befürwortend aus: Das Laguna IPA ist vielleicht eines der beiden Flagschiffe vom BrauKunstKeller - Ich sehe es irgendwie als den rauchig-rauen, kantigen und bittereren Zwilling des butterweichen, süßen und fülligen Amarsi IPAs, die beiden sind wie Nacht und Tag, im Kern identisch, aber im Charakter total gegensätzlich. Ich denke, es ist absolut Geschmackssache, ob man diese Intensität und die preschende, fortschreitende und sich selbst übersteigende Bittere mag, oder sie einem doch zu wild und ungezähmt ist.
    Ich persönlich finde das Bier gerade deshalb noch etwas zu stürmisch, die Kontraste sind genial gearbeitet, für mich aber ein bisschen zu anstrengend und explosiv (Verweis auf den Zwillingsvergleich Laguna/Amarsi).
    Ich lasse mich brautechnisch trotz meiner persönlichen Vorlieben absolut überzeugen; denn dieses Bier weiß genau, was es will und es zieht es durch!

    Bewertet am

    89% Rezension zum BrauKunstKeller Laguna IPA

    Avatar von gerdez

    Der Geruch von roten Beeren tarnt ein hervorragend komponiertes Bitterbier, das aber niemals unangenehm ist. Vielmehr verbreitet es seine Bitterkeit nahezu hinterhältig. Wunderbar trinkbar, herrlich lecker - kurz: einfach gut!

    Bewertet am

    89% Rezension zum BrauKunstKeller Laguna IPA

    Avatar von WeinArte

    Bernsteinfarben und trüb liegt das Laguna im Glas. Die Schaumkrone fällt nicht so üppig aus. An der Nase geballte Hopfen-, Frucht- und Würz-Aromen. Im Antrunk setzt sich die Komposition der Aromen (insbesondere ein feines fruchtiges Aroma von Orangenschalen und ein feiner Malzton) der Nase fort. Gefolgt von einer leichten dezenten Süße und einer kräftigen, aber angenehmen Bitternote. Im Abgang dominiert die Bitterkeit. Ein schön ausgewogenes Bier mit einem vollen, fast cremigen Körper. Der etwas höhere Alkoholgehalt ist niemals störend. Lecker!

    Bewertet am