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Beer like star Brauerei Schleicher Schleichers Vollbier

  • Typ
  • Alkohol 4.9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 47% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#27671

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
47% Avatar von Felix

47% Rezension zum Brauerei Schleicher Schleichers Vollbier

Avatar von Felix

Filtriertes Goldgelbes Bier mit guter Schaumbildung. Es sieht gut aus, ohne Höhen oder Tiefen.

Der Geruch zeigt eine Dominanz der hellen Malze durch getreidige und brotige Grundtöne, die sich als kernig, würzig und schlank präsentieren. Ein blumiger Hopfen ist dabei desweiteren zu spüren, der eine etwas saftigere Farbe in das Lager bringt. Von schöner Geschmeidigkeit und Kraft ist dieser Sud.

Im Mund kommen früh unerwartet herbe Aspekte hinzu und der Tenor wandelt sich zu hefigen Noten hin. Die Kombination von Hefe und Hopfenbitterkeit erscheint sehr untypisch und wirkt irritierend. Während der allererste Eindruck weich und sehr mild erscheint, verändert sich der Geschmack zügigst in eine herbe, kratzige, offensive Gestik hinein. Das Lager wird leicht wurzelig-kräuterig mit deutlich holzigen Aspekten. In der Bitterkeit vermengen sich Hopfen und Malz. Erst nach einigen Schlucken formuliert sich eine eindrückliche Zitralität als Kern des Antrunkes aus.

Der Körper ist sehr schlank und von ausgeprägter Kohlensäure. Dadurch ist das Bier sehr trinkbar, zwingt aber auch zum Aufstoßen. Bei der so dichten Malzigkeit des Duftes und der schwereren Bitterkeit im Antrunk fasziniert die Leichtigkeit des Lagerbieres. Es wirkt schon ein bisschen untergewichtig und könnte von mehr Voluminösität profitieren. Andererseits ist natürlich auch gerade diese Schlankheit potenziell ein Gewinn.

Der Abgang ist unspektakulär durchzogen von gewöhnlichen Malz- und Hopfennoten. Die Bitterkeit hält sich, die Aromatik schwindet darunter etwas.

Charakter: Das Vollbier von Schleicher ist gutmütig und freundlich, aber wenig interessant. Es zeigt Charakterschwächen, die vielleicht aus dem Bewusstsein für die eigene Unvollkommenheit resultieren. Damit wird diese Unvollkommenheit aber leider zementiert.

Das Schleichers Vollbier überzeugt als ein "Solarbier". Das bedeutet, es ist ausgezeichnet als ein ausschließlich mit regenerativer Energie hergestelltes Bier. Schade natürlich, dass dann nicht auch gleich der Sprung zu den Biozutaten gewagt wird. Ich hoffe doch sehr, dass das noch kommt.
Ansonsten ist es leider eher eines der Biere, die sofort in Vergessenheit geraten. Es ist zwar nicht ganz gewöhnlich, aber mal ehrlich: wie viele Biere gibt es, die wirklich keinerlei Besonderheit haben? Ich habe davon vielleicht ein halbes Dutzend im Glas gehabt. So ist auch bei diesem eine bemerkenswert ausgeprägte Bitterkeit vorhanden und eine sehr agile Kohlensäure. Das Bier ist offensiv angelegt, in der Aromatik aber geradezu eingeschnarcht. Der Duft mag noch interessieren, weil er Floralität mit Würze sehr eindrücklich vermengt. Im Mund allerdings wird dieser Vorsprung vergeudet. Es kommt nun zu einem chaotischen, aber auch wenig aussagekräftigen Wirrwarr aus Kohlensäure, Bitterkeit, Leichtigkeit und drückender Aromatik. Nicht nur, dass es schwierig ist, hierbei einen konsistenten Strang zu erkennen, vor allem wäre dieser auch in bestem Zustande kaum der Rede wert.
Also bleibt kaum etwas anderes als zu sagen: nettes Bier, besser als die Großen, doch unter den Kleinen nur eines von vielen.

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