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Beer like star Brauerei im Eiswerk Eiswerk 1881

  • Typ Untergärig, Märzen
  • Alkohol 5.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 6-8°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 3 Rezensionen

#10119

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
84% Avatar von Weinnase
83% Avatar von Bier-Klaus
62% Avatar von Felix

83% Braukunst live 2015

Avatar von Bier-Klaus

Bernsteinfarben und leicht trüb mit wenig feinem Schaum. Ein karamellig malziger Geruch läßt schon ahnen, welches Bier auf einen zukommt. Ein typisches Märzen mit einem karamellig süßen Malzkörper. Der dezent gehopfte Nachtrunk hat auch etwas Säure und bietet somit einen guten Kontrapart zum Malzkörper.
Ein Standard-Bierstil, genial umgesetzt.

Bewertet am

84% anl. "Leading Beers" in Amberg 11/2013

Avatar von Weinnase

leuchtendes goldgelb mit orangenen Reflexen; feinste sahnige und sehr lange beständige Schaumkrone;
wunderbar elegante Nase mit feiner filigraner Würzigkeit, nuancenreiche zarte Hopfenwürze;
frischer und auch hier eleganter Ansatz; sehr feine Kohlensäure (schaumig-cremiges Mundgefühl), samtig , aber ohne jede Langeweile; feine Malz- und Hopfenaromatik; der Nachhall sehr weich mit Finesse - außergewöhnliches Märzen!

Bewertet am

62% Rezension zum Brauerei im Eiswerk Eiswerk 1881

Avatar von Felix

Das 1881 von der Brauerei im Eiswerk (Mikrobrauerei-Tochter von Paulaner!) wird als limitiertes Bier angeboten (gilt das etwa für alle Eiswerk-Biere?). Ich jedenfalls habe die Flasche 389 dieses Märzens und bin sehr gespannt, ob es mehr halten kann, als die Produkte der Mutter-Firma.

Das Bier hat eine erstaunlich schöne, dichte Schaumkrone von glänzender Farbe Richtung Eierschale. Das Getränk selbst zeigt sich trüb und dick-orange. Ein wirklich fülliger und zugleich frischer Anblick, der mir spontan sehr gut gefällt und Lust macht, das Bier zu trinken.

Der Geruch ist schonmal recht intensiv. Zuerst kommen da viele helle Malze hoch, leichtes Getreide und süße Noten, die zwar noch nicht karamellisiert wirken, aber schon in diese Richtung wandern. Es wirkt malzaromatisch-rein und natürlich, was immer ein Pluspunkt ist. Außerdem hat es noch eine intensiv-frische Note von süßen Orangen oder Mandarinen, dahinter steht eine butterweiche, fast nicht zu bemerkende, bananige Hefe. Schon von Weitem schlägt einem der angenehme und zielorientierte Duft entgegen, nach kurzer Zeit aber bereits gewöhnt sich die Nase sehr gut daran und das Bier wird zunehmend dünner. Die Orange bleibt aber zentral, die Malze bieten ein grundsolides Fundament, auf dem sich hier und da Noten von bitterem Hopfen und leicht säuerlichen Früchten tummeln. Ein einfaches, aber meiner Ansicht nach gelungenes Bild eines Märzen.

Im Mund kommt dann sofort die Fruchtigkeit der Hopfensorten, die Orange, dazu noch Litschi, also süße, exotische Früchte, außerdem auch wieder hier ganz weiche Hefe und etwas Banane. Das Bier wird schon im Mund leicht trocken, diese Trockenheit breitet sich nach hinten hin immer mehr aus. Geschmacklich flacht es leider aber schon jetzt deutlich ab. Genau wie es sich auch mit dem Geruch verhält, wird hier der erste, so überzeugende und interessante Auftritt, ganz schnell langweilig. Die Früchte sind beim ersten Schluck deutlich vertreten, nach nur kurzer Zeit dominiert plötzlich die getreidige Malzigkeit, die Frische geht zurück, die Bitterkeit des Hopfens kommt hervor. Eine leichte, sehr stimmige Säure baut sich im Mund auf, die eine angenehme Leichtigkeit suggeriert, aber von der trockenen Bitterkeit plattgedrückt wird.
Bisher also ein ganz schönes Bier, das seine stimmigen Anlagen, aber nicht geschickt einzusetzen weiß. Es flacht sehr rasch ab und wird nach hinten hin immer unstimmiger.

Der Körper ist schlank und angenehm weich, er hat etwas Seidiges, was mir unheimlich gut gefällt. Cremigkeit und Kraft finde ich wirklich toll. Das ist eine Textur, wie ich sie mir für ein Märzen wünsche. Einerseits mild und glatt mit mittlerer Spritzigkeit, andererseits auch kräftig-kernig mit ziemlicher Würze dahinter. Die Aromatik passt gut zum Mundgefühl, die Kohlensäure ist wunderbar fein, wenn auch flüchtig. Diese Harmonie muss betont werden.

Der Nachtrunk bietet dann mehr die herb-würzigen Aromen, Süße verbleibt aber. Und letztlich hat man doch etwas das Gefühl, eine leichte Karamellnote zu schmecken, obwohl sie im Mund nicht wirklich zu erkennen war. Hier wird nun eine gewisse Bandbreite an Noten aufgezeigt, die Reminiszenzen des Bieres verkünden, was es wirklich zu leisten in der Lage ist. Leider macht die Vermischung all dieser Noten nun eine Disharmonie aus der vorher zwar minimalistischen, aber nicht aneckenden Komposition. Hier wird das Bier nun leider zu intensiv bitter und süß-zuckrig zugleich, was nicht mehr ganz passt. Mir gefällt auch die immer wieder dazwischenfunkende Würze nicht mehr. Man könnte also sagen, das 1881 fliegt so ein bisschen aus der Kurve, es beginnt chaotisch zu werden.

Insgesamt kann ich eher positiv über dieses Märzen urteilen. Mir schmeckt es grundsätzlich gut, es nutzt nur sein Potenzial nicht vollständig. Der gelungenste Teil ist definitiv der Körper, der Kraft und Weichheit miteinander zu vereinen weiß und eine ganz punktgenaue Kohlensäure in die Textur einarbeitet. Gerade die ungewöhnliche Cremigkeit finde ich sehr schön. Die Aromen überzeugen leider nur bedingt. Einerseits macht das Bier sofort stark auf, andererseits flaut es genauso schnell auch wieder ab. Viele helle und süße Malze stehen einem betont seifig-kräuterigen Hopfen (Hallertauer Tradition) gegenüber und beide Komponenten machen dem jeweils anderen das Leben ein wenig schwer, sie können sich nicht ganz vereinigen, obwohl beide Zutaten an und für sich sehr angenehm sind, weil keiner Nachgeben will. So gesehen ist dieses Märzen kein Teamplayer.
Qualitativ sicher ein gut gemachtes Bier, aromatisch ist es eher unspektakulär, wenn es aber doch hauptsächlich mit seiner Harmonie und Textur punkten kann, mehr Wucht und Selbstbewusstsein hätten ihm gut getan.
Definitiv besser als die Standard-Produkte von Paulaner, leider aber auch nicht um Längen.

Bewertet am