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Beer like star Black Nizza Imperial Stout

  • Typ Imperial Stout
  • Alkohol 9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 75% von 100% basierend auf 10 Bewertungen und 7 Rezensionen

#25059

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 10 Bewertungen
93% Avatar von deadparrot
83% Avatar von Bier-Klaus
80% Avatar von Daniel McSherman
79% Avatar von LordAltbier
78% Avatar von hightower
77% Avatar von Bier-Sven
69% Avatar von Schwarzer Kater
68% Avatar von Bierkules
67% Avatar von Felix
59% Avatar von Kackao

59% Rezension zum Black Nizza Imperial Stout

Avatar von Kackao

Satte 9 Umdrehungen verbergen sich in der recht schicken 0,33 Liter Flasche des "Black Nizza". Gemäß Namen und Imperial Stout manier fließt ein tief-schwarze, undurchsichtiges Gebräu ins Glas, das einen zwar karammelig-rauchigen Duft abgibt, aber noch relativ dezent wirkt. Ungewohnt, aber auf jedenfall eindrucksvoll.

Im Einstieg noch recht dezent-nichtssagend, ist der Körper der Farbe entsprechen sehr fest. Vor allem die (wahrscheinlich Hefe) Stückchen irritieren dann aber doch etwas. Das Nizza hat wenig Kohlensäure, aber fühlt sich dafür wie eine vollwertige Mahlzeit an. Der Abgang ist dann sehr charaktervoll, viele Röstaromen, Kaffe- und Karamellnoten, leichte Bitterkeit.

Für Schwarzbiertrinker ein empfehlenswertes Stout, auch wenn ich die Stückchen etwas unpassend fand (abgelaufen war es nicht).

Bewertet am

80% Rezension zum Black Nizza Imperial Stout

Avatar von Daniel McSherman

Tiefschwarzes Bier mit hellbraunem Schaum. In der Nase zeigen sich dunkle Schokolade, getrocknete Pflaumen und Weinbrand. Der Antrinken erinnert an Lakritz und Kaffee. Sehr ausgeprägte Röstaromen, die eine feine Bittere mitbringen. Dabei aber ein sehr weicher alkoholischer, wärmender Körper.

Bewertet am

93% Stille Wasser sind tief

Avatar von deadparrot

Dunkelbraun und ölig - wie sollte es anders sein - ergießt sich das Black Nizza ins Glas. Die 9% Alkohol sind schon angesichts der Konsistenz zu spüren - abgesehen davon, dass sie sich auch geruchlich ankündigen, zusammen mit schokoladigen Noten und einer Süße, die an Marzipan oder auch an Lakritzbonbons erinnert. Auch die von Felix angesprochene Trockenpflaume kann ich gut nachvollziehen.

Im Mund zeigt sich das Bier ganz samtig weich mit nach wie vor vorrangig süßen Aromen, die nunmehr um einige nussige Noten ergänzt werden. Der Geschmack hat hier auch etwas von mit Vanille aromatisiertem Pfeifentabak. Das Bier hat etwas von einem ganz milden, keineswegs torfigen, Whisk(e)y. Erst im Abgang zeigen sich eigentliche Röstaromen wie von Kaffee, die man mit Bieren dieser Art typischerweise assoziiert und die wunderbar lange nachklingen, sich insgesamt jedoch eigentlich zurückhalten. Spätestens im Abgang zeigt sich denn auch der Alkohol, der ein kräftig wärmendes Gefühl hinterlässt. Das rechne ich dem Bier jedoch in diesem Fall nicht als Schwäche an. Der Nachklang ist wirklich enorm lang und vielseitig. Es dauert tatsächlich eine Weile, bis sich Geschmacksnoten von Pumpernickel oder Vollkornbrot herauskristallisieren.

Das Bier ist vielleicht eines der sanftesten, die ich je getrunken habe - angesichts des Alkoholgehalts will das etwas heißen! Das ölig-weiche Mundgefühl ist wirklich phänomenal. Insgesamt erscheint das Black Nizza recht geradlinig, aber ich habe nicht den Eindruck, als habe dieses Bier nichts zu sagen oder wollte sich verstecken. Es drängt sich nicht unbedingt auf, gestaltet sich nicht sperrig wie andere Stouts oder Porter dieser Gewichtsklasse, und in der Tat könnte ich mir gut vorstellen, es anstelle eines Rotweins als unkomplizierten, aber ausreichend kräftigen Begleiter zu einem Steak zu genießen, wie es mir auf dem Etikett vorgeschlagen wird. Andererseits bietet es sich aber ebenso gut dazu an, alleine getrunken zu werden. Es hält, wie ich versucht habe anzudeuten, eine Vielzahl von verwandten Aromen parat, die es auf sehr stimmige Weise zusammenführt. Es macht Spaß, mit jedem Schluck der einen oder anderen Note ein wenig genauer nachzuforschen. Dass sich ein Bier für beide Arten des Genusses so anscheinend selbstverständlich anbietet, ist bemerkenswert.

Versteckspiel? Mitläufer? Angsthase? Schlafmütze? Felix ist hart mit diesem Bier ins Gericht gegangen, und ich habe hier versucht, auf eine gewisse Weise einen interpretativen Gegenstandpunkt einzunehmen. Interessant, dass Einschätzungen in Sachen Charakter so divergieren können, wenn doch eigentlich in der sachlichen Beurteilung der geschmacklichen Aspekte mehr oder weniger Einigkeit herrscht. Aber das macht das Schreiben über Bier ja auch so spannend und lohnenswert. Auf mich wirkt die Milde und Sanftheit des Black Nizza weniger als ein Zeichen von Schlafmützigkeit als vielmehr als eines von Ausgeglichenheit und Souveränität.

Bewertet am

78% Rezension zum Black Nizza Imperial Stout

Avatar von hightower

schwarzer Farbton
braune feinporige Schaumkrone, fällt langsam zusammen
röstaromatischer Duft mit angenehmen Kaffeenoten sowie dunkler Schokolade und einer guten Portion Roggenmalz
röstmalziger Antrunk mit Aromen von Kaffee und dunkler Schokolade, sanft fruchtig
cremig und vollmundiges Mundgefühl, wärmend, trocken
röstaromatischer Abgang bestehend aus Kaffee und Bitterschokolade sowie einer deutlichen Portion Roggenmalz

Bewertet am

83% Finest Spirits 2015

Avatar von Bier-Klaus

Ein schwarzes und blickdichtes Bier, vollkommen ohne Schaum. In der Nase herbe Aromen von dunklem Malz. Der Körper ist mittel vollmundig und angenehm rezent. Im Geschmack finden sich schöne kaffeeartige Röstaromen, denen die deutliche Restsüße eine gute Basis bietet. Das ist mir eigentlich zu "normal" für ein Imperial Stout, da erwarte ich mehr "Brutalität" im Geschmack. Dafür kann ich dem Black Nizza eine sehr gute Trinkbarkeit attestieren. Sehr lecker.

Bewertet am

67% Rezension zum Black Nizza Imperial Stout

Avatar von Felix

Dunkelbraunes Bier mit Bernsteinreflexen und geringer Schaumbildung. Es wirkt wenig rezent.

Der Geruch ist fruchtlakritzig mit starken Tendenzen zu süßen Trockenfrüchten. Die Kopfnote ist Trockenpflaume. Rosinige Aromen sind deutlich präsenter als sonst so typische Kaffee- und Kakaoaspekte, die hier kaum zur geltung kommen. Lediglich eine seichte Kakaoherbe schwebt über dem Sud.

Der Geschmack ist weiterhin sehr pflaumenbetont, trocken und süß, dabei mit leichter alkoholischer Gärnote und nun etwas spürbarerer Kakaoherbe.

Im Körper ist das Imperial Stout von einer gewissen Trennung zwischen Textur und Körper an sich gekennzeichnet. Während das Gewicht des Körpers verhältnismäßig leicht bleibt und sehr stark von der Glattheit des Alkohols dominiert wird, ist die Textur auf Zunge, Lippen und am Gaumen schwer ölig. Diese Divergenz zeigt mir eine gewisse Unstimmigkeit in der Balance, kann dem Bier aber noch nicht die Qualität absprechen. Durchaus ist der Körper von einer unaufregenden Einfachheit.

Der Abgang ist von einer angenehmen Milde, zugleich auch von stärkerer Hopfenbitterkeit. Es zeigt sich hier erstmals der erwartete und auf dem Etikett gepriesene Kaffee. Der Alkohol ist spürbar, aber interessanterweise trotz seiner nach objektiven Maßstäben viel zu merklichen Gewalt, nicht wirklich störend. Er gibt dem pflaumigen Grundcharakter des Bieres einen spirituösen Charakter und ähnelt darin manchem Gin. Immer mehr wird auch eine klare Rauchnote erkennbar, die sehr subtil aufsteigt.

Charakter: Wirklich eigenständig erscheint dieses Imperial Stout nicht. Während es an handwerklichem Zeug eigentlich wenig wirklich falsch macht und insgesamt gut durch die Bewertung kommt, kann es auf charakterlicher Ebene kaum etwas reißen. Es zeigt keinerlei Eigenständigkeit. Seine Milde ist zwar technisch wunderbar, kommt aber nicht mit Überzeugung rüber. Das Bier wirkt eher wie jene Menschen, die einfach immer so machen, was angebracht ist, nicht zu viel, nicht zu wenig, und damit gut und sicher durchs Leben kommen, ohne jemals irgendeine bleibende Spur zu hinterlassen.

Ohne Zweifel sind hier viele Aspekte sehr schön zusammengekommen. Die Orientierung des Stouts, eher fruchtige, lakritzige und trockenpflaumige Grundnoten zu stellen und nur abrundend und im späteren Abgang auf klassische Kaffeenoten zurückzugreifen führt zu einer sehr milden, weichen und runden Ausrichtung des ganzen Bieres. Während es mit leichten Fruchttönen und zarter Süße beginnt, endet es schließlich in komplexer anmutender rauchiger, kakaoiger und spritig-destillathafter Herbe und findet damit zu einem gewissen Stolz anderer Stilvertreter zurück. Diese Bewegung empfinde ich als sehr schön und sie soll honoriert werden. Zwar kann der Alkohol nicht durchweg überzeugen, da er gelegentlich zu vordergründig wirkt, doch weiß er sich stehts zwischen Pflaume und Gin einzufügen und kann damit eher schwerlich im Gesamten kritisiert werden. Ähnliches gilt für den Körper, dessen Makel zu spüren sind, ohne tatsächlich störend hervorzutreten. Er vergeht etwas zwischen den tatsächlich nicht unspannenden Bewegungen in der Aromatik, rettet sich aber durch sehr organisches Versteckspiel.
Insgesamt fällt dieses Imperial Stout also durch seine pflaumige Orientierung auf, die immer mehr in kakaoig-rauchige Herbe hinübergleitet und stets einen spirituosenhaften Anklang fördert. Die Grundtendenzen dieses Sudes können wenig kritisiert werden, in den Ecken und Kanten mangelt es noch ein bisschen an Feinschliff und insgesamt ist das Bier leider charakterlich etwas zu weichgespült und kann kaum mit Ideal und Zielsetzung, mit Orientierung oder Flagge irgendetwas präsentieren. Es ist leider ein kleiner Mitläufer und Angsthase. Woher diese Scheu bei solchem Potenzial?
Denn geschmacklich ist es wunderbar, nur fehlt hier der Elan. Vielleicht ist das Stout einfach nur eine Schlafmütze.

Bewertet am

79% Gefällt mir!

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist kräftig malzig und man erkennt etwas spritzigen Hopfen. Der Mittelteil ist hopfig-spritzig begleitet von einer feinen Säure, im Hintergrund erkennt man süßliches Malz. Der Abgang ist sehr kräftig malzig, es ist süßlich aber man erkennt auch starke Röstmalz-Noten welche eine feine aber dennoch kräftige Bitter-Note mit sich bringen, geschmacklich erinnert diese Mischung sehr stark an Zart-Bitter-Schokolade aber auch an Cappuccino, Kaffee und Kakao. Die 9% Alkohol merkt man kaum, aber man merkt sehr wohl das man ein kräftiges Bier trinkt. Fazit: Ein wunderbares Bier welches ich an kalten Abenden vor dem Kamin trinken würde, gefällt mir gut. Gerne Wieder!

Bewertet am