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Beer like star Black Isle Organic Hibernator Oatmeal Stout

  • Typ Stout
  • Alkohol 7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 79% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen

#13770

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
89% Avatar von mysland
84% Avatar von hightower
64% Avatar von Felix

84% Rezension zum Black Isle Organic Hibernator Oatmeal Stout

Avatar von hightower

Optik:
Ein schwarzes Bier grinst mich aus seinem Glas heraus an. Die braune, cremige Schaumkrone bleibt lange stabil stehen, fällt nur sehr langsam zusammen.

Einstieg:
In der Nase liegt ein schwerer Duft von gut geröstetem Malz sowie kräftiger Zartbitterschokolade.
Mit kräftiger Zartbitterschokolade geht es auch im Antrunk gleich weiter. Dazu gesellt sich noch mild süßes Karamell sowie mild fruchtige Töne in Form von Rosinen.

Körper:
Samtig und weich liegt das Bier im Gaumen. Die moderate Kohlensäure ist für mein Empfinden perfekt dosiert

Abgang:
Das Röstmalz wird intensiver, die Zartbitterschokolade weicht starkem Kaffee. Zudem tritt hier auch der Bitterhopfen angenehm in Erscheinung.

Fazit:
Hätte ich passend zum schottischen Bier einen Kilt an, könnte ich nun sagen dass dieses Stout mir eben diesen glatt ausgezogen hat. Da ich bisher aber noch nie einen schottischen Herrenausstatter besucht habe bleibt mir nur zu sagen das es sich hier um ein echt großartiges Oatmeal Stout handelt.

Bewertet am

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64% Rezension zum Black Isle Organic Hibernator Oatmeal Stout

Avatar von Felix

Nicht allzu große Perlage bei rötlich-brauner Färbung. Kein satt wirkendes Oatmeal.

Der Geruch dagegen ist durchaus angebracht für den Stil. Das Hibernator riecht süßlich zuckrig nach Kandis und Karamell, zugleich auch dicht und etwas sahnig, der Hafer ist erstaunlicherweise bemerkbar. Außerdem hat es eine Röstaromatik, die allerdings eher verhalten bleibt und sich gut einfügt, mit tendenziell schokoladiger Ausprägung, weniger kaffeeartig, mit einer unheimlich subtil, aber teilweise geradezu betörenden Orangen-Gewürznote.
Ausgewogener, weicher und herrlich vielseitiger Duft.

Stilistisch ist dieses Stout völlig anders, als man es bei einem Oatmeal erwarten könnte. Das Bier schmeckt eher schlank und fruchtig-röstig, hat deutliche Noten von dunklen Beeren mit ebenso beeriger Säuerlichkeit, erinnert hierbei an Brombeere und Cassis. Zugleich auch eine schmeckbare alkoholische Note, verbleibt dabei aber erstaunlich leicht. Röstigkeit bleibt erhalten, wenn auch nicht dominant.

Textur und Aromatik sind meiner Ansicht nach nicht so gut zusammengefügt. Die säuerliche Leichtigkeit des Stouts und der bockartig süße Alkohol verbinden sich zu einem ungewohnt dünnen Körper für ein Oatmeal. Sowieso ist spannend, wie bei diesem Bier der Hafer zwar geschmacklich mehr noch durchkommt, als bei vielen anderen Oatmeal Stouts, in der Textur jedoch exakt das Gegenteil auftritt. Hier ist nichts mit sahnig-cremigem Körper oder ähnlichem.

Der Abgang ist mittellang mit stärkerer Röstnote, leichtem, trockenem Rauch und erneut einer zartsäuerlichen Note schwarzer Beeren.

Das Hibernator Oatmeal Stout ist ein, wie ich finde, eher mittelmäßiges Bier. Grundsätzlich kann man sagen, dass es stilistisch sehr ungewöhnlich ist. An die Stelle dichter, cremiger Textur und bittersüßer Röstaromatik, stellt sich hier eine schlank-säuerliche und alkoholische Fruchtigkeit mit süßem Kandisbouquet. Das Bier macht eher den Eindruck eines mittelschweren, ein bisschen trägen Bockbieres bzw. könnte im Stil vielleicht so eine Art Imperial Brown Ale sein.
Ich denke, dieses Bier ist rundherum ein schöner Sud, er spielt die Oatmeal-Karte nur völlig anders aus, als erwartet, dafür muss man als Genießer dann einfach Verständnis und Offenheit zeigen, und sich überzeugen lassen. Lassen wir die Stilistik beiseite, erscheint uns dieses Bier sogleich stimmig und ausgewogen und es will scheinbar gar keine großen Erwartungen erfüllen. Trotzdem empfinde ich die Balance von Alkohol und Körper als noch nicht ganz ausgeglichen und leider verweist die gesamte Aromatik ebenso auf den Alkohol. Vielleicht ist es auch die deutsche Biergewohnheit, in fruchtig-süßen Alkoholnoten sofort einen Bock zu erkennen, hier sind diese Noten grandios getroffen. Sehr süßer Kandiszucker trifft bei diesem Bier auf säuerliche Brom- und Johannisbeeren. Die Röstaromatik ist zwar durchweg zu bemerken, wird im Geschmack aber nicht stark transportiert. Auch die Farbe, die gesamte Optik scheint schon darauf hinzudeuten, dass dieses Bier grundsätzlich eine völlig andere Intention mitbrachte. Es soll kein sahniger, schwerer Sud mit herber Schokoladigkeit sein, sondern ist eher als wärmendes, aber schlankeres Starkbier angelegt. Der Hafer reichert einzig die Aromatik, nicht aber die Textur an.
Leider ist der Geruch ausgewogener und balancierter, als der Geschmack. Der Einstieg ist wirklich schön, doch sehr subtil und braucht eine ehrlich Beschäftigung. Der Abgang lässt dann wieder beinahe zu viel Röstherbe übrig.
Ein ganz nettes Bier, auf das man sich definitiv bewusst einlassen muss, um es ernst nehmen zu können.

PS: Ich liebe die Etiketten von Black Isle, weil sie sich etwas rau anfühlen, als hätte man für sie Recyclingpapier benutzt. Großes Lob an das gesamte Image und die Überzeugung der Brauer. Das ist wirklich eine Brauerei fürs Herz.

Bewertet am