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Beer like star BBNo 08/04 Stout Irish Dry

  • Typ Obergärig, Stout
  • Alkohol 5.4% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 98% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#26800

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
98% Avatar von Felix

98% Rezension zum BBNo 08/04 Stout Irish Dry

Avatar von Felix

Äußerst zögerliche - nicht scheu oder schüchtern, ganz bewusst und kontrolliert - Schaumbildung mit minimaler, doch sehr cremiger Blume, aber ersichtlich rege ausfallender Rezenz. Sehr dunkelbrauner Sud, trüb.

Die Nase gibt tiefe Bitterschokoladennoten her und die Fülle von stark gezuckertem Kaffee. Die Aromen springen nicht aus dem Glas, sondern müssen gelockt werden, offenbaren sich dann aber in Gänze. Sie entsteigen dem Glas. Bei dieser dunklen Weichheit verbleibt das Bier und macht damit keinen Fehler. Schon hier wirkt es in sich ruhend und ausgeglichen. Zarter Rauch, Cumulus-Wolken, scnneidend windig.

Der Antrunk ist von unheimlicher Fülle für 5,4%ABV. Schwere Kakaoaromatik greift in den Gaumen. Herbe und Trockenheit des Bieres ergießen sich in einer explosiven Gewalt in den Mundraum. Etwas Salz, Tang kommen mit, Küstenluft. Da ist nicht mehr.

Der Körper ist dicht und geschmeidig. Alles Bewegte und Lebendige an diesem Bier ist wie eingefroren und agiert in Zeitlupe. Die Kohlensäure ist punktgenau und dabei kaum selbst zu erkennen. Viel Volumen ist in dieser trägen Schwere. Und jeder Aspekt erscheint fein und detailverliebt gezeichnet. Ein schlanker, schwereloser Schatten flimmert hinter dieser Erscheinung.

Der Abgang ist weiterhin von dunkler Röstigkeit geprägt. Schwere Trockenheit gibt den Nachgeschmack eines Rotweins. Die Herbe des Bieres nimmt insgesamt jedoch nach hinten hin sogar etwas ab. Es entfließt über das Zahnfleisch, vergeht, ja, man könnte schon sagen, es stirbt - doch nicht gewaltsam oder verreckend, nein, es verblüht einfach, naturgegeben, organisch.

Charakter: Dieses Stout hat eine ganze Menge Charakter zu bieten. Es ist mönchisch, behutsam und sehr exakt. Enorm ausgeglichen, merkt sich keinerlei Gefühlsregung an, doch wenn man ihm in die Augen sieht, dann erscheint eine Tiefe, die nicht durch Worte auszudrücken ist. Es gibt auch solche Menschen, deren Weisheit in jeder ihrer Bewegungen liegt, aber worüber sich nicht sprechen lässt. Dieses Bier in den Mund zu nehmen entwickelt solch ein Erlebnis des Betrachtens eines Antlitzes, welches voller Lebenserfahrung ist. Dieses Stout ist absolut gespannt und konzentriert und besitzt die volle Kontrolle über sich. Es ist meisterlich.

"Da ist nicht mehr.", zitiere ich aus meiner eigenen Rezension.
Jeder Aspekt dieses Bieres ist wohlorientiert und erarbeitet. Es ist ein Stout wie aus dem Bilderbuch. Besonders schön und eindrucksvoll ist, dass dieser Ehrfurcht einflößende Eindruck durch einen so simplen und eigentlich ereignislosen Stil wie den des Irish Dry ausgelöst wird. Das gibt dem Bier noch eine zusätzliche Faszination. Es ist so gewöhnlich.
Beeindruckend ist die Abgestimmtheit des Stouts, das nur aus Herbe und Trockenheit zu bestehen scheint. All seine Nebennoten sind derartig filigran, kaum nachzuzeichnen, dass es sinnlos wäre, sich daran zu versuchen. Und obwohl es alles auf eine Karte setzt, erscheint es weder plump noch einseitig. Da ist sehr viel, was zwischen den Aromen mitschwingt. Vielleicht ist allein dies sein Charakter, das Gefühl, dass es genau so wie es ist, sein will, ohne jeden Makel.
Ich kann diesem Stout wirklich kaum etwas absprechen. Seine aromatische Exaktheit von Kakao und Kaffeeröstigkeit und Schnörkel, ohne irgendwelches Drumherum, und seine charakterliche Tiefe, seine Reife, seine punktgenaue Formulierung nehmen mir wirklich die Worte.
Ich könnte nicht sagen, warum es besser sein sollte, als andere Stouts, wirklich, ich habe keine Ahnung. Es ist es aber.
Da ist nicht mehr.

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