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Beer like star Ballast Point Brewing Company Lager Longfin

  • Typ Untergärig, Lager
  • Alkohol
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 65% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#17597

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
65% Avatar von Felix

65% Rezension zum Ballast Point Brewing Company Lager Longfin

Avatar von Felix

Naturtrübes, gelbgoldenes Untergäriges mit eher dezenter Perlage.

Im Aroma zeigen sich nicht allzu intensive Noten. Das Longfin hält sich zurück, präsentiert nur zögerliche, fruchtige Getreidenoten. Noten von Stroh und Birne, etwas seifig mit parfumierter Nuance. Leichter, bekömmlicher Hopfen.
Das Bier macht einen durchschnittlichen bis langweiligen Eindruck, weil seine ungewöhnlichen Fruchtnoten und der milde Aromahopfen nur ganz am Rande durchkommen und sich nicht genug präsentieren.

Im Mund ändert sich meine Meinung dann doch rasch. Zwar hat das Lager auch hier nicht wirklich viel Verschiedenes zu bieten, doch kann es die plumpe Getreidigkeit in den Hintergrund rücken und holt anstelle dessen helle Herbst/Steinfrüchte wie gelbe Äpfel, Birnen, (gelbe) Pflaumen und Zitronensaft hervor. Nicht zuletzt ist auch der Hopfen schmeckbar, der sich nun gegen die hellen Malze behaupten kann und leicht und beflügelt agiert.
Das Bier ist süßlich-hopfig mit fruchtigen Brüchen, was mir stilistisch ganz gut gefällt, und sehr bekömmlich und unkompliziert.

Der Körper ist nicht vollends ausgereift, könnte noch mehr Geschlossenheit vermitteln, doch die Rezenz gefällt mir ziemlich gut. Ein wirklich gelungenes Mundgefühl für ein solches Leichtgewicht an Bier. Wunderbar prickelig und erfrischend und sehr passend zu den fruchtigen Hopfentönen des Einstiegs.

Der Abgang ist nicht von großer Dauer, leider etwas unauffällig geraten und daher nicht des großen Erwähnens wert. Er macht bis auf etwas zu dichte Struktur wenig falsch, kann leider die Aromen nicht mehr gesondert oder hervorgehoben vorstellen. Getreidigkeit findet sich erneut. Auch die apfelige, matschige Süße mit der etwas säuerlichen Fallpflaume findet sich wieder.
Die Hopfigkeit ist angenehm, weil sie nicht übertrieben erscheint, die Bitterkeit trotz Schwäche im Verhältnis schon beinahe wieder zu stark ausgeprägt.

Das Longfin Lager von Ballast Point aus San Diego überzeugt mich nur mäßig.
Weniger gut finde ich die fehlende Intensität dieses Bieres, es traut sich gar nichts. Gerade zum Anfang und am Ende könnte dieses Bier noch ordentlich einen drauflegen, weil es sich doch seiner Qualitäten überhaupt nicht zu schämen braucht.
Auch die Getreidigkeit wirkt nur im Verhältnis zur Hopfung sehr stark, ist selbst aber keineswegs übertrieben. Der Hopfen gibt angenehme Aromen nach verschiedenen süßen, aber auch säuerlichen Herbstfrüchten ab, hat schon etwas von Fallobst, aber ist überhaupt nicht anstrengend.
Mir gefällt dabei vor allem die Säure, die eine weiche Fruchtigkeit mitbringt wie man sie von Pflaumen und Birnen her kennt. Unter allem liegt dann noch eine malzige Süße und ein herrlich feiner Hopfen, sodass mir die Grundkonstruktion wirklich sehr zusagt.
Leider wird hier scheinbar an allen Ecken und Enden an Kraft gespart.
Dadurch, dass das Bier erst beim Antrunk seine Qualitäten zeigt, fällt der Geruchstest nicht allzu positiv aus. Textur und Rezenz können aber wirklich überzeugen. Hier hat man es mit einem süffigen, spritzigen Bier zu tun, das Fruchtnoten verschiedenster Art mit milder Hopfung sehr gekonnt rüberbringen kann. Nur zum Ende hin flacht es wieder ab und mündet in einen leider eher langweiligen Abgang.
Kein Bier, zu dem mir viel Einfällt, obwohl es durch die Fruchtaromatik eigentlich auch kein Standardlager ist. Es kann nur leider seine Vorteile nicht sinnvoll genug einsetzen und verbaut sich dadurch viel. Die Tendenzen, die es in Richtung Ale zeigt sind besonders, gefallen mir aber nicht so gut, weil mir gerade dadurch der trockene Lagercharakter zu sehr verloren geht.
Das Longfin weiß irgendwie nicht so richtig, wohin mit sich, schmeckt aber eigentlich zu keinen Zeitpunkt schlecht, lediglich an Kraft fehlt es diesem Bier.
Meine letzten Worte sollen doch eher positiv sein. Ich finde es an sich in Ordnung und würde es vor allem im lokal zu leichtem Essen durchaus wieder trinken!
Ein Bier für den Spätsommer bis Frühherbst.

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