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Beer like star Auer Hell

  • Typ Untergärig, Lager
  • Alkohol 4.7% vol.
  • Stammwürze 11%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 62% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 2 Rezensionen

#2531

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
73% Avatar von gerdez
68% Avatar von Ernesto
65% Avatar von Felix
58% Avatar von denbar
45% Avatar von Hobbytester

45% Rezension zum Auer Hell

Avatar von Hobbytester

Das Auer Helles riecht nicht sehr stark nach besonderen Noten, ein wenig nach Bier halt. Genauso allgemein bleibt auch der Einstieg, ein bisschen süß und würzig halt. Der Abgang verdeutlicht auch eine gewisse Würze, die aber nicht sehr stark ausgeprägt ist. Der Nachgeschmack ist zwar markant bitter, was mir normalerweise schmeckt und was für ein oberbayerisches Helles nicht gerade gewöhnlich ist. Der Körper zeigt aber, dass sich diese Bitterkeit eher unharmonisch entwickelt. Die meiste Zeit wird man in leicht bierige Langeweile eingelullt und erst, wenn der letzte Schluck genommen ist, kehrt diese Bitterkeit ein, ich finde sie erstens nicht sehr aromatisch und zweitens hat sie nicht ansatzweise eine so dringend benötigte Vorlaufzeit. Heraus kommt ein Bier, das mir nicht so recht schmeckt. Goldgelbe Farbe trifft auf lang bleibenden Schaum. Das Auer Helles ist für mich nur eingeschränkt süffig. Die Bitterkeit stört im Abgang doch tatsächlich, das moniere ich extrem selten. Es ist genug Kohlensäure vorhanden.
Fazit: Man übersteht einen Restaurantbesuch auch mit diesem Bier unbeschadet. Große Ansprüche darf man aber nicht stellen. Ich finde es einfach nicht sehr stimmig und würde es nur akzeptieren, wenn ansonsten nur schlechtere Vertreter auf der Getränkekarte stünden. Es gibt wesentlich bessere Helle aus Oberbayern.

Bewertet am

65% Rezension zum Auer Hell

Avatar von Felix

Das Auer Hell stammt direkt aus der Hallertau und wirbt damit, aus ebendieser Region die besonderen Aromahopfen zu verwenden. Eine Werbung, die bei mir ziemlich einschlägt. Ich bin vor allem neugierig, ob es sich hierbei wieder um ein beliebiges deutsches Helles handelt, oder ob es in der Tat eine besondere, aus der Masse hervorstechende Kreation verschiedenster Hopfenaromen darstellt.
Optisch ganz klassisch gehalten, schöne Blume, hellgelbe Färbung, völlig akzeptabel und sehr appetitlich.
Im Geruch muss ich gestehen, ist die starke Präsens von Aromahopfensorten sofort zu spüren, die Bitterhopfenanteile scheinen mir relativ gering. Das Bier riecht zwar nicht richtig intensiv, besitzt aber trotzdem sehr geradelinige und deutlich gerichtete Aromen von lieblichem Akazienhonig, süßen Orange und einem Hauch getreidig-zuckrigem Bananenbrot. Ein wirklich schönes, sehr anmutiges und trotzdem feines Aromaportrait, das wieder einmal ein guter Beweis für die Qualität guter Aromahopfensorten im Allgemeinen - aber auch aus der Hallertau im Speziellen - darstellt. Das Bier hat ansonsten eine relativ deutliche Malzbasis mit süßem Fundament und blumigen Hopfenanklängen, es scheint nicht stark gehopft zu sein und ist sehr mild, sowie wenig bitter. Noch immer ein klassisches Helles, mich erinnert es aber ein wenig an leichtere englische Ales.
Im Geschmack ist es aromatisch dem Geruch sehr ähnlich, es dominieren süße Noten von Honig, Getreide und Banane, immer unterstrichen von einer weichen Blumigkeit und malzigem Zucker. Der Hopfen spendet hier die Aromatik, kommt aber in keiner Weise bitter oder grasig hervor. Das Bier hätte mir neben der Süße noch über mehr Herb verfügen können, es ist harmonisch gearbeitet, wartet aber mit zu wenig "Besonderheit" auf. Trotzdem lässt sich bis hierhin eindeutig sagen: Auch wenn das ganze Erlebnis noch etwas intensiver hätte sein können, so ist das Auer Hell für ein deutsches Helles enorm besonders und stimmig. Es ist sogar geradezu vielseitig, wenn man es im Verhältnis betrachtet und gibt einen absolut runden, angenehmen Geschmack ab.
Im Körper ist es zwar ausreichend stabil, kleinere Lücken sind aber trotzdem offensichtlich. Das Helle knickt hier leider ein, die Malzbasis macht ich bemerkbar, trägt aber eher die Getreidenoten, als dass sie wirklich zur Fülle verhilft. Etwas mehr Kraft - oder besser noch etwas weniger Süße, dafür ein schlankeres Profil hätten diesem Bier sehr gut getan, es noch komplexer gestaltet und zugleich die Fehler gerechtfertigt. So neigt das Bier zur Wässrigkeit, gibt sich aber dennoch voller als die meisten anderen Hellen es sind. Auch hier siegt es im Verhältnis auf ganzer Linie.
Der Nachtrunk ist etwas kurz geraten, hier klingt das Bier recht zügig aus, der Honig und das Bananenbrot vergehen, etwas Getreide und nun erstmalig der Hopfen verbleiben. Auch etwas Bitterkeit kommt hervor, hält sich aber hintergründig. Leider gibt es neben den Getreidenoten noch metallische Anklänge, sowie eine sogar ganz dezent alkoholisch anmutende Süße, die mir nicht recht stimmig scheint. Sie hat etwas Fruchtiges, wie von Pflaume oder Birne, passt mir aber wenig in das Gesamtkonstrukt, wenn sie auch die Aromatik um eine weitere Komponente erweitert. Positiv ist am Nachtrunk aber auf jeden Fall, dass er sehr gekonnt aus dem EInstieg hervorgeht und sich nahtlos an die Aromakette hängt, die zuvor gespannt wurde.
Das Auer Hell ist demnach ein schönes, weiches Bier, das seinem Stil sehr gerecht wird und mit Harmonie glänzt. Ich finde es stilistisch schön gebraut, es überzeugt durch eine stimmige Aromatik, die toll aus dem Hopfen hervorkommt. Die Dominanz der Malzigkeit scheint mir einerseits besonders (Honig und Brot sind seltene Aromen in einem Hellen), trotzdem ist es gerade dadurch noch nicht zu 100% schlüssig. Mehr Hopfen mit deutlicherer Bitterkeit hätten hier vielleicht Wunder gewirkt, um aus einem netten Bier ein fabelhaftes Helles zu machen.
Und trotzdem muss betont werden: Dieses Helle schlägt seine Namensgenossen aus der Heimat bislang fast alle, ich habe wenige Biere der Art gehabt, die noch so viel Feinheit und Nuancierung mitbrachten und gleichsam nicht ins Nichtssagende gleiten. Dieses Bier ist seinen Brüdern voraus und sollte gekostet werden, es ist ein vielleicht kleiner, aber dafür doch sehr sicherer Schritt in ein gewisses anzustrebendes "Bierbewusstsein" in Deutschland, ohne aber auf Tradition verzichten zu müssen.

Bewertet am