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Beer like star Aecht Schlenkerla Eiche

  • Typ Untergärig, Doppelbock
  • Alkohol 8% vol.
  • Stammwürze 18.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 3 Benutzer

Bewertet mit 94% von 100% basierend auf 9 Bewertungen und 5 Rezensionen

#9602

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 9 Bewertungen
100% Avatar von maui
100% Avatar von Westfale1909
99% Avatar von Bier-Klaus
99% Avatar von Hobbytester
97% Avatar von madscientist79
90% Avatar von LordAltbier
88% Avatar von Felix
88% Avatar von Tobieras
85% Avatar von orsch

100% Rezension zum Aecht Schlenkerla Eiche

Avatar von Westfale1909

Kannte bisher nur den Klassiker,Eiche finde ich persönlich viel ausgewogener,alles andere wurde ja hier bereits ausführlich beschrieben

Bewertet am

90% Ein uriges Bier!

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist etwas hopfig-spritzig, malzig, ein klein wenig süßlich, leicht rauchig und auch ein wenig salzig, das typische "Schlenkerla-Schinken-Aroma" lässt sich schon erahnen. Der Abgang ist dann sehr rauchig und schmeckt intensiv nach Schicken (wie man es erwartet) und auch etwas nach Salz. Dieses Bier ist ein typisches Schlenkerla Rauchbier, aber es ist im Vergleich zum Märzen etwas milder was das Rauch-Aroma betrifft. Fazit: Sehr gutes Bier, gefällt mir wirklich gut. Es ist urig, kräftig aber dennoch süffig. Trinke ich sehr gerne wieder! Top Bier!

Bewertet am

99% Ein perfekter Rauchbock

Avatar von Bier-Klaus

Schöne Bernstein Farbe mit haselnuss-farbenem Schaum.
Der Geruch ist sehr rauchig wie beim Original Schlenkerla vielleicht etwas milder.
Schinken und Geräuchertes sind auch dabei.

Der Geschmack bietet dann einen kräftig süßen Körper, der einen wunderbaren Kontrapart zu den rauchigen und Schinken-Aromen darstellt. Die Textur des Bieres ist cremig und ölig.

Das gibt ein extrem harmonisches Bier.
Ein traumhaftes Rauchbier, perfekt für kalte Winterabende.

Bewertet am

99% Das Winterbier

Avatar von Hobbytester

Gespannt bin ich sehr, wie dieser Doppelbock schmeckt, handelt es sich doch um ein Erzeugnis der legendären Rauchbierbrauerei, die auch das wohl bekanntere Märzen herstellt, das in letzter Zeit sogar manchen Supermarkt außerhalb Oberfrankens erobert. Da vermischt sich zunächst der typische rauchige Geruch, der etwas von Baconchips hat, mit dem Alkoholischen und Malzigen, leicht Pflaumigen eines altbewährten dunklen Starkbiers. Genau das habe ich erwartet! Der Abgang ist stark von den rauchigen Malznoten und holzigen Aromen, hier oak smoked, geprägt. Trotzdem hat er nicht diese Hauruckmentalität des Märzens, es kommen dabei auch schön die dunklen Malznoten eines gewöhnlichen dunklen Bocks zu Geltung und das Bier entfaltet seine unglaublich charmante Wärme, ohne sich geschmacklich vom Alkohol zu sehr in den Sud spucken zu lassen. Der Körper ist Gegenstand vieler Gedanken zur komplexen Komposition, sie ist fast noch ein wenig mehr ausgeprägt als beim Märzen. Klar, Rauchigkeit ist hier auch ein ganz großes Thema, aber zunächst spielt dieses unglaublich weiche, samtige Mundgefühl, eine herausragende Rolle, das Bier hinterlässt einen öligen Eindruck. Es hat leichte Süße, hinzu kommt die holzige Rauchigkeit, Malz ist hier ein recht vielseitiger Aromenspender, der lange Nachgeschmack dagegen steht im Zeichen des Hopfens, dann ist dieser Doppelbock seifig, grasig und mit Wiesenkräuteraromen versehen. Was für eine fantastische Komposition! Wunderschöne Bernsteinfarbe liegt vor, der Schaum verschwindet recht schnell. Das Bier ist sehr süffig, wie jedes Schlenkerla-Bier! Die Bitterkeit vollendet am Schluss dieses herrliche Bier, sie ist von Hopfennoten getragen und vereint sich wunderbar mit dem Geschmack von Geröstetem. Es hat genug Kohlensäure.

Fazit: Ein sehr guter Doppelbock ist dieses Aecht Schlenkerla Eiche und ein gutes Argument dafür, wie gut und harmonisch zwei Braustile aufeinander bezogen werden können: Sowohl als Doppelbock wie auch als Rauchbier spielt das Bamberger Erzeugnis in der ersten Reihe deutscher Braukunst mit! Genialität ist ihm kein Fremdwort. Es eignet sich ideal als Winterbier!

Bewertet am

88% Rezension zum Aecht Schlenkerla Eiche

Avatar von Felix

Der Schlenkerla Doppelbock "Eiche" vedankt dem Holz seinen Namen, welches zum Räuchern benutzt wurde. Während sonst bei Aecht Schlenkerla eigentlich ausschließlich Buche zum Verbrennen benutzt, wird ist hier mit edlem Eichenholz gearbeitet worden.
Das Schlenkerla hat im Glas eine wahnsinns Farbe. Ein harmonischer Bernstein, nicht strahlend, eher schwer und ruhig und etwas dunkler, dass die Farbe mich an perfekt knusprig gebratene Röstis erinnert. Die Schaumbildung ist aber leider nicht überzeugend genug.
Der Geruch ist im ersten Moment Schlenkerla-typisch, schwer rauchig mit Noten von Schinken und viel Salz, aber er ist nicht so beißend und einnehmend wie beim Märzen, sondern weit weicher, der Rauch ist sofort zu erkennen, ist hier aber sehr harmonisch eingebunden und sticht nicht heruas. Die Eiche kommt aromatisch wunderbar fein durch, sie macht das Aromaportrait rund und komplex, verleiht dem Bier Würze und gleichzeitig eine leicht karamellige Note. Der Duft ist insgesamt vielschichtig und geht von der rauchigen Salzigkeit über eine holzig-pfeffrige Würze bis hin zu süßlichem Malz. Es riecht einfach wunderbar. Wesentlich zu erwähnen ist hierbei noch, dass die Aromen ein wenig Zeit brauchen mit dem Rauch in Einklang zu kommen. Beim erten Zug scheint das Bier nur so vor Rauch zu strotzen, hat sich die Nase aber an den Duft gewöhnt, ändert sich das. Schon nach wenigen Sekunden verschmilzt der Rauch weich und gleichberechtigt mit den anderen Noten.
Im Mund ist es dann sofort erstaunlich süß, karamelliges Malz kommt mit einer herben Honignote hervor, dahinter steht wieder der Rauch, aber nur ganz beiläufig, die Salzigkeit verbleibt und rundet das süße Bild dieses Bieres mit einer zarten, angehauchten Deftigkeit ab. Außerdem macht nun auch der bislang nicht zu vernehmende Hopfen ein bisschen mehr auf. Ohne Bitterkeit zeigt er ganz fein sein blumiges Aroma und verbindet sich mit der nun deutlichen Eichennote. Dass hier Eiche anstatt Buche verwendet wurde, macht einen riesigen Unterschied, die bekannten Aromen der getoasteten Eiche, die sich von Karamell und Honig bis hin zu floraler Bitterkeit erstrecken geben dem Bier Würze und Weichheit und machen es aromatisch wahnsinnig vielschichtig ohne es zu überladen, gleichzeitig wird es dadurch auch unheimlich rund, es ist butterweich im Mund und und hat trotzdem eine breite Aromenfracht zu bieten, übertreibt es aber in keiner Weise. Ein unheimlich stimmiges und trotzdem aufregendes Bier. Was kann ich mehr verlangen?
Der Körper ist voll und kräftig, tendiert aber nur leicht ins Ölige. Er besitzt noch eine Süffigkeit, die ich als sehr angenehm und gelungen empfinde, könnte aber für mich auch noch einen kleinen Tick schwerer sein, wobei dazugesagt werden muss, dass sein Gewicht sehr praktisch ist, gerade um die feinen Noten des Bieres zu transportieren. Und da gerade diese das Wunderbarste an dem Schlenkerla Eiche sind, ist der Körper mit seiner für 8%ABV noch leichteren Art, sicherlich passend gearbeitet. In der Rezenz kribbelt das Rauchbier nur ganz wenig, aber merklich. Für mich sehr angenehm. Der Alkohol ist übrigens nur im Antrunk zu erahnen, ansonsten trägt er die Aromenpalette sehr weich, ohne aufzufallen.
Der Abgang lässt das Bier sehr seicht ausklingen. Er fördert in erster Linie die Salzigkeit, der Rauch bleibt am Gaumen, steigert sich aromatisch aber nicht, sondern läuft weich und beruhigend aus. Er verbindet sich hier mit der Restsüße. Der Hopfen zeigt sich hintergründig und hinterlässt noch etwas Bitterkeit, die aber auch nicht übertrieben ist, sie wird hauptsächlich von den würzigen Eichenaromen getragen. Mit 40IBUs ist der Schlenkerla Doppelbock für ein deutsches Bier und gerade für einen Bock schon im oberen - wenn nicht obersten - Feld anzusiedeln, diese Bitterkeit scheint aber nicht wirklich deutlich, da sie sowohl vom Hopfen wie auch von der Eiche und von der Rauchigkeit kommt und in der Kombination der dadurch aufkommenden Aromen sehr untergeht bzw. gekonnt eingebunden wird. Ein wunderbares Beispiel dafür, dass IBU-Werte in keiner Weise mit der wirklich zu erkennenden Bitterkeit gleichgesetzt werden dürfen.
Ich kann also abschließend urteilen: Ein geniales Bier! Toll finde ich vor allem die Übereinkunft von Intensität und Vielschichtigkeit. Einerseits übermittelt der Doppelbock noch immer die heftige Rauchigkeit, für die Schlenkerla so bekannt ist, andererseits wird diesem Aroma mit der Süße ein toller Kontrapunkt gesetzt. Außerdem steigert die Verwendung von Eiche anstelle von Buche die Aromenfülle enorm und lässt das ursprüngliche Hau-Drauf-Image von Schlenkerla weit hinter sich im Schatten stehen, indem das sonst geradezu überladene Aromaportrait hier nun von fein nuancierten, weichen, aber dennoch prägnant-würzigen Noten abgelöst wird. Technisch habe ich darüberhinaus auch nichts zu meckern, der Körper tut das, was er soll, der Alkohol ist wunderbar eingebunden, Neues und Altes wird miteinander in Verbindung gebracht, trotz so heftigem Raucharoma besitzt dieses Bier die Fähigkeit gut "trinkbar" zu sein, 0,5l überfordern einen Menschen allein nicht, bei den anderen Produkten dieser Brauerei war das schon ein Problem. Süffig ist es also auch noch... Es ist noch immer ein klassisches und gut erkennbares Rauchbier, gleichzeitig auch ein typischer Bock. Das Bier wird also sogar noch seinen Stilen gerecht. Lediglich die Schaumbildung hätte besser ausfallen können, um letztlich wenigstens noch ein bisschen die Erbsen zu zählen. Toll ist auch, dass mir dieses Bier nicht das Gefühl gibt, in der internationalen Craft-Beer-Szene mitspielen zu wollen. Es scheint eher ganz national und klassisch geprägt zu sein. Ein traditionelles Bier halt, das aber locker mit den ganz großen im internationalen Bereich mithalten könnte. Und trotzdem sind seine Wurzeln sehr deutlich.
Insgesamt äußerst empfehlenswert, ein geniales Produkt deutscher Braukunst, wie es in unserem Land leider nur allzu selten hergestellt wird.

Bewertet am